Kunststoff-3D-Druck Blaues Polyamidpulver für Bauteile mit Lebensmittelkontakt

Redakteur: Alina Hailer

Der neue Kunststoff PA-11-Blue ist ein blaues, besonders gut sichtbares Material. Seine Eigenschaften machen es ideal für den Einsatz in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie.

Bisher werden Bauteile in der Lebensmittelindustrie aus Materialien hergestellt, bei denen nur die Oberfläche eine blaue Farbe hat.
Bisher werden Bauteile in der Lebensmittelindustrie aus Materialien hergestellt, bei denen nur die Oberfläche eine blaue Farbe hat.
(Bild: APC-Tec)

Das neue Material PA-11-Blue von APC-Tec ist ein in Blau durchgefärbtes Pulver. Das für den industriellen 3D-Druck entwickelte Pulver wird aus Rizinusöl hergestellt. Es besitzt eine EU-Zertifizierung für den Kontakt mit Lebensmitteln, verfügt über eine lange Lebensdauer sowie eine chemische Beständigkeit in Bezug auf Alkalien, Kohlenwasserstoffe, Öle, Benzine, Gasöl und Lösungsmittel.

Fremdpartikel leichter identifizieren

Die Kunststoffe werden mithilfe eines pulverbasierten 3D-Druckverfahren hergestellt.
Die Kunststoffe werden mithilfe eines pulverbasierten 3D-Druckverfahren hergestellt.
(Bild: APC-Tec)

Der Vorteil der Farbe: In Blau ist auffällig und in Lebensmitteln selten zu finden. Fremdpartikel in Lebensmittelprodukten sind somit leichter zu identifizieren. Vor allem aber ist es durch und durch blau und somit ideal als Fremdpartikel im Produkt identifizierbar.

Bauteile aus Kunststoff für die Lebensmittelindustrie werden bisher aus Materialien, bei denen nur die Oberfläche blau eingefärbt wird, hergestellt. Abgebrochene Kunststofffragmente beispielsweise in Lebensmitteln sind so kaum zu identifizieren, da Bruchkanten weiß bleiben. Mit dem neuen Kunststoff könnte so die Qualität und Sicherheit in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie verbessert werden.

Neben dem Einsatz in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie ist das neue Material auch für den Einsatz in der Medizintechnik zur Herstellung von Orthesen und Prothesen interessant. Das Pulver hat einen Schmelzpunkt von 190 bis 202 °C und ist nach DIN-EN-1186-1 und EN-1186-3 / 1186-15 zertifiziert.

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