Landwirt 4.0

Bayer-Konzern führt neue Digital-Farming-Marke ein

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die neue Marke xarvio umfasst alle Digital-Farming-Lösungen von Bayer.
Die neue Marke xarvio umfasst alle Digital-Farming-Lösungen von Bayer. (Bild: Bayer AG)

Xarvio heißt die neue Marke, die künftig alle Digital-Farming-Lösungen von Bayer umfasst. Aktuell haben die Bayer-Lösungen, über die man sich auf der Landmaschinenmesse Agritechnica 2017 (12. bis 18. November in Hannover) informieren kann, weltweit mehr als 250.000 Anwender - Tendenz steigend.

Bayer wird seine Digital-Farming-Lösungen künftig unter der Marke xarvio vermarkten. Eingeführt wird diese auf der diesjährigen Agritechnica, der Leitmesse für Landmaschinen mit rund 2900 Ausstellern aus 52 Ländern, die vom 12. bis 18. November 2017 in Hannover stattfindet.

"Unser Ziel ist die Verbesserung der Landwirtschaft - für die Landwirte und für die Umwelt", erläutert Tobias Menne, der das Digital-Farming-Geschäft bei Bayer leitet. "xarvio-Technologien können Landwirten rund um die Welt dabei helfen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu optimieren. Dies ermöglicht es ihnen, effizienter und profitabler zu arbeiten und gleichzeitig die Einflüsse der Landwirtschaft auf die Umwelt zu reduzieren."

Am Messestand G49 in Halle 15 können die Besucher der Agritechnica sich über die innovativen Lösungen von Bayer wie den Field Manager und die Scouting App informieren, die von Bayer unter der neuen Marke xarvio vermarktet werden.

Field Manager optimiert Anwendung von Pflanzenschutzmitteln

Die xarvio-Lösungen geben Landwirten die Möglichkeit, das Potenzial ihrer einzelnen Felder und Feldzonen zu optimieren. Der Field Manager von Bayer führt Landwirte sofort zu feldspezifischen, umsetzbaren Strategien für die effizienteste Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. "Mit dem Field Manager, der Sensortechnologie und Bildgebungsverfahren - z.B. von Satelliten - einsetzt, haben die Landwirte immer den aktuellen Status ihrer Felder im Blick. Ihnen wird feldspezifisch der richtige Zeitpunkt für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln angezeigt und sie können feldzonenspezifische, variable Anwendungskarten herunterladen", erklärt Andree-Georg Girg, Vertriebsleiter Digital Farming bei Bayer und Geschäftsführer der Bayer Digital Farming GmbH. "Das wird dazu beitragen, dass die Anwendung von Produkten für die Landwirtschaft so optimiert werden kann, dass genau die richtige Menge zum richtigen Zeitpunkt und an der richtigen Stelle eingesetzt wird. Das macht den Anbau effizienter."

Im Märzen der Bauer das Tablet bedient

Ackerbau 4.0

Im Märzen der Bauer das Tablet bedient

13.08.17 - Digitalisierung, Internet of Things und Datenverarbeitung: Diese Begriffe sind Alltag in vielen Branchen - auch in der Landwirtschaft. Egal ob AGCO/Fendt, John Deere, Deutz-Fahr, CLAAS oder CASE IH: Dank moderner Landmaschinen ist der "Bauer" mittendrin in der Digitalisierung. lesen

Mit der neuen xarvio Scouting App können Pflanzenkrankheiten und Insekten, sonstige Blattschäden und der Stickstoffstatus problemlos entdeckt und bestimmt werden - man macht einfach ein Foto und erhält die Analyse. Die Landwirte profitieren auch von den Daten, die ihre Nachbarn sammeln: So können sie verfolgen, welche Krankheiten aufkommen und welche Insekten auf dem Vormarsch sind. Die App ist jetzt sowohl in einer iOS- als auch in einer Android-Version erhältlich und kann über die Appstores erworben werden.

Digitale Technologien für effizienteren Ackerbau

Digital Farming ebnet den Weg für eine neue Agrarrevolution: Sie macht die Landwirtschaft schneller, präziser, effizienter und nachhaltiger. Schon heute ist die Mehrzahl der neuen Landmaschinen mit Präzisionstechnik ausgestattet. Die neuen Tools helfen Landwirten, Betriebsmittel wie Dünge- und Pflanzenschutzmittel zu optimieren - und dabei zugleich höhere Erträge und eine bessere Qualität zu erzielen.

Digitale Lösungen für die Landwirtschaft tragen auch dazu dabei, der zunehmend in der Gesellschaft erhobenen Forderung nach Transparenz und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Bayer arbeitet deshalb eng mit Partnern wie Bosch und FaunaPhotonics, Universitäten, Start-Up-Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen zusammen. "Durch Spenden von Lizenzen über die Nutzung unternehmenseigener Daten an Organisationen wie Quantified Planet tragen wir zur Erforschung der Biodiversität zum Wohl von Landwirtschaft und Gesellschaft bei - und wir sind offen für weitere Partnerschaften", betont Menne.

Gezielte und transparente Datennutzung ermöglichen

Aktuell bietet Bayer digitale Lösungen in mehr als 60 Ländern an und strebt eine rasche weitere Expansion an. Die neuen Technologien bergen nicht nur in Ländern wie Kanada, den USA, Brasilien, Deutschland, Frankreich, der Ukraine und Russland ein enormes Potenzial, sondern auch für Kleinbauern in Entwicklungsländern.

15 spannende Startups aus dem Bereich Digital Farming

Landwirtschaft 4.0

15 spannende Startups aus dem Bereich Digital Farming

24.09.17 - Die Digitalisierung hat auch in der Landwirtschaft Einzug gehalten. Vernetzte Maschinen, optimierte Produktionsprozesse und Anwendungen, die eine Vielzahl von Daten analysieren und austauschen sind in vielen Bereichen bereits Status Quo. Neben den etablierten Konzernen mischt auch eine Vielzahl junger, dynamischer Startups die Branche auf. lesen

Der Austausch von Daten zwischen Landwirten und Technologieanbietern ist sehr wichtig. Die Landwirte sollten darüber informiert und damit einverstanden sein, wie die Daten, die sie weitergeben, verwendet und abgerufen werden. Vor allem die Sammlung, Nutzung und Speicherung von Daten müsse nachvollziehbar und transparent sein. "Regelungen für den Umgang mit Daten und die Einbeziehung der Landwirte sollten offen und transparent sein und den getroffenen Vereinbarungen entsprechen", erklärt Bayer-Manager Menne. "Der beste Ansatz sähe nach unserer Ansicht so aus, dass die Partner gemeinsam Regeln vereinbaren, zum Beispiel in sorgfältig ausgearbeiteten Leistungsvereinbarungen oder einem allgemeinen Verhaltenskodex."

Sicherer Datenaustausch zwischen Bayer und Bauer

Von entscheidender Bedeutung ist dabei die Sicherheit des Datenaustauschs. "Wir ergreifen alle notwendigen Maßnahmen, um die Daten zu schützen", versichert Menne. "Bayer setzt auf technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen, um Daten vor Manipulation, Verlust, Zerstörung oder dem Zugriff unbefugter Personen zu schützen. Werden uns persönliche Daten zur Verfügung gestellt, werden diese bei der Übermittlung zwischen den Systemen verschlüsselt, um einen potenziellen Missbrauch durch Dritte zu verhindern."

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