Zusammengesetzte Materialien Autonomes Elektrofahrzeug mit maßgeschneiderten Komponenten ausgestattet

Quelle: Pressemitteilung

Für das autonome Elektrofahrzeug Olli 2.0 von Local Motors hat das italienische Unternehmen CRP Technology zwei Anwendungen aus Windform-Verbundwerkstoffen hergestellt. Als Ergänzungen zum ursprünglichen Olli 2.0-Modell haben die 3D-gedruckten Teile die Einzelzulassung für ein Projekt in Europa unterstützt.

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Damit der Olli auch in Europa zugelassen werden kann, brauchte er neue Bauteile, die effizient per 3D-Druck hergestellt werden können. (Auf dem Bild fehlen die gedruckten Teile noch)
Damit der Olli auch in Europa zugelassen werden kann, brauchte er neue Bauteile, die effizient per 3D-Druck hergestellt werden können. (Auf dem Bild fehlen die gedruckten Teile noch)
(Source: CRP Technology)

Das autonome Elektrofahrzeug Olli 2.0 des Mobilitätsanbieters Local Motors enthält einige 3D-gedruckte Teile, die von CRP Technology aus Windform-Verbundwerkstoffen hergestellt wurden. Das in Modena ansässige Unternehmen, das seit 1996 im 3D-Druck mit Windform-Verbundwerkstoffen tätig ist, wurde vom EMEA-Management von Local Motors kontaktiert, um einige Teile zu fertigen, die für die Einzelzulassung in Europa vorgeschrieben sind. Carlo Iacovini, General Manager EMEA, Local Motors, erklärt: "Olli ist auf der ganzen Welt in Universitäten, Stadien, Industriegebieten und Gemeinden im Einsatz. Um den Einsatz in Europa zu genehmigen, brauchte er einige zusätzliche Komponenten, die auf dem US-Markt nicht erforderlich sind." Dazu gehörten unter anderem Scheibenwischer.

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Olli ist einfach anders als herkömmliche Fahrzeuge

Um die Scheibenwischer hinzuzufügen, musste der ursprüngliche Entwurf des Fahrzeugs angepasst werden. Die Nachrüstung und die Integration wurden in Italien auf der Grundlage des ursprünglichen Entwurfs durchgeführt. Es war eine anspruchsvolle Aufgabe, denn Olli unterscheidet sich durch seine rechteckige Gondle mit breiten Scheinwerfern und großen Fenstern, die in einem Rahmen eingebettet sind, stark von herkömmlichen Fahrzeugen. "Genau aus diesem Grund konnte der Scheibenwischerarm nicht von oben, sondern nur von der Unterseite der Frontscheibe aus positioniert werden. Die technische Abteilung von Local Motors entwarf daher einen neuen vorderen Stoßfänger mit Halterungen für die Befestigung des Wischermotors und des Vorratsbehälters für die Scheibenwaschanlage", fügt Iacovini hinzu.

Während der Montage der Scheibenwischer bemerkte das Local Motors Engineering Team, dass der Motor aus der modifizierten vorderen Stoßstange herausragt: "Um dieses Problem zu vermeiden, dachten wir daran, zwei aufeinander abgestimmte Abdeckungen anzubringen, um den hervorstehenden Teil zu verbergen (die erste Abdeckung) und das Drucksystem des Scheibenwaschbehälters vor äußeren Einflüssen zu schützen (die zweite Abdeckung)", so Iacovini.

Neue Teile per SLS-Verfahren gefertigt

Nachdem die herzustellenden Teile identifiziert waren - die Motorabdeckung und die Waschbehälterklappe des Scheibenwischersystems - wandte sich Local Motors an CRP Technology. Nach einer Untersuchung der Projekte entschieden sich CRP Technology dafür, die Teile mit Hilfe eines professionellen 3D-Druck-/Powder Bed Fusion-Verfahrens mit faserverstärkten Verbundpolymeren (auch bekannt als selektives Lasersintern) und zwei Materialien aus der Windform Top-Line-Reihe herzustellen:

  • Der Verbundwerkstoff Windform XT 2.0 auf Polyamidbasis mit Carbonfaserverstärkung für die Abdeckung des Scheibenwischermotors (Bauteil mit hauptsächlich ästhetischem Zweck, aber auch funktionell, in der Lage, die Schwingungsbewegung des Motors aufzunehmen/zu unterstützen).
  • Windform LX 3.0 Glasfaserverstärkter Verbundwerkstoff auf Polyamidbasis für die Klappe des Scheibenwaschbehälters (Bauteil mit hauptsächlich funktionellem Zweck und teilweise ästhetischer Wirkung).

Bauteil 1 ist eine Abdeckung für den Anlasser. Es handelt sich um ein rechteckiges Teil aus dem Material Windform XT 2.0. Die Hauptfunktion des Teils ist ästhetisch, aber in Anbetracht seiner Position (neben dem Motor) muss es die elektromagnetische Kompatibilität gewährleisten, der Schwingungsbewegung des Wischerarms und des Wischerblatts widerstehen, den durch den Straßenverkehr verursachten ständigen Belastungen und Vibrationen standhalten und die elektrische Einheit vor äußeren Einflüssen schützen. Aus diesen Gründen musste das Teil aus einem Material hergestellt werden, das Steifigkeit und Festigkeit in Verbindung mit einem hohen Maß an Leichtigkeit bietet, um eine präzise, zuverlässige und dauerhafte Anwendung zu gewährleisten.

Die Komponente 2 in Windform LX 3.0 besteht aus einem rechteckigen Rahmen und einer mit Magneten ausgestatteten Klappe für den Zugang zum Wischwasserbehälter. Sein Hauptzweck ist es, einen schnellen Zugang zum dahinter liegenden Scheibenwaschbehälter zu gewährleisten, ihn vor äußeren Einflüssen zu schützen und den ständigen Belastungen und Vibrationen durch den Straßenverkehr standzuhalten. Darüber hinaus muss sie auch im Detail genau sein. Es musste daher aus einem Material hergestellt werden, das Zuverlässigkeit, gute Widerstandsfähigkeit und Ästhetik garantiert: Windform LX 3.0 wurde aufgrund seiner passenden Eigenschaften und des breiten Einsatzspektrums ausgewählt.

Anschließend führte Local Motors mit dem ‚modifizierten‘ Olli einige Elektromagnetismus-Tests in der schalltoten Kammer durch. Die EMV-Tests betrafen den gesamten Scheibenwischer und ergaben gute Ergebnisse. Es wurden keine kritischen Punkte in Bezug auf die 3D-gedruckten Teile aus Windform-Verbundwerkstoffen gefunden.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf unserem Partnerportal ETMM veröffentlicht.

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