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CEO-Kommentar

Auf halber Strecke – ein IoT-Reisebericht

| Autor/ Redakteur: Daniel Obodovski* / Sebastian Human

Die technologischen Fähigkeiten unserer Tage entwickeln sich deutlich schneller als unser Verständnis der Probleme, die diese Technologien eigentlich lösen sollen. Tatsächlich treten wir gerade in eine sehr kritische Phase ein - die Lösung branchenübergreifender Probleme mit IoT & maschinellem Lernen.

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Einiges an Wegstrecke liegt bereits hinter uns - ein Zwischenbericht zu unserer Reise zum vollen Potenzial des IoT.
Einiges an Wegstrecke liegt bereits hinter uns - ein Zwischenbericht zu unserer Reise zum vollen Potenzial des IoT.
(Bild: Next Industry)

Rund 20 Jahre ist es jetzt her, dass ich im Bereich der Management- und Technologieberatung mit deutschen und europäischen Telekommunikationsanbietern zusammenarbeitete, die gerade über 100 Milliarden Euro für 3G-Lizenzen ausgegeben hatten. In den darauffolgenden fünf oder sechs Jahre stellten Journalisten und Analysten immer wieder die Frage, ob 3G jemals seinem Hype gerecht werden würde; dann kamen das iPhone und Android, und mit ihnen das Ökosystem der Drittanbieter und Anwendungsentwickler, die alle Facetten von Verbraucher- und Anwenderbedarf abdeckten. Die Frage nach der Notwendigkeit schnellerer und besserer Netzwerke stellte sich anschließend nicht mehr, die Antwort war offensichtlich. Die Zahl der Smartphones hat massiv zugenommen, in Industrienationen findet man kaum einen Bürger ohne.

Auch wenn Privatpersonen zugegebenermaßen oft von ihnen abgelenkt sind, haben Smartphones über die letzten 10 Jahre die globale Produktivität im Durchschnitt um 34 Prozent erhöht. Smartphones haben aber auch völlig neue Geschäftsmodelle geschaffen, die vorher unmöglich waren. Uber ist hier ein beliebtes Beispiel, aber auch Mitarbeiter, Fahrer, Lageristen und unzählige weitere konnten von neu entstandenen industriellen Workflow-Anwendungen profitieren. Dennoch: definiert man die Vergabe der 3G-Lizenzen als Geburtsstunde der Hochgeschwindigkeitsnetze, hat es immerhin 20 Jahre gedauert, bis wir die heutigen Ergebnisse einfahren konnten.