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Best-Practice für das Internet der Dinge

Auf dem Weg nach IoT

| Autor/ Redakteur: Andreas Ertel / Redaktion IoT

Das Internet der Dinge verändert die Produktion. Aber das Realisieren entsprechender Projekte ist eine Herausforderung. Mit einem Best-Practice-Plan können Unternehmen sie meistern.

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Internet der Dinge und Industrie 4.0 haben den Blick der Unternehmen auf die Produktion verändert.
Internet der Dinge und Industrie 4.0 haben den Blick der Unternehmen auf die Produktion verändert.
(Pixabay / CC0 Public Domain)

Internet der Dinge und Industrie 4.0 haben den Blick der Unternehmen auf die Produktion verändert. Wo das noch nicht geschehen ist, steht es vermutlich unmittelbar bevor, denn der Druck des Wettbewerbs wird den meisten kaum eine andere Wahl lassen. Man muss nicht gleich an komplett neue Lösungen und Geschäftsmodelle denken, denn die umfassende Vernetzung verändert zunächst einmal vor allem die vorhandenen Prozesse.

Wartung und Steuerung, die Kontrolle von Betriebszuständen, das Erfassen von Fehlern – alles erfolgt auf dieser Basis einfacher und schneller; Ausfallzeiten lassen sich auf diese Weise verringern oder durch Predictive Maintenance sogar ausschalten. Für den Aufbau einer entsprechenden Produktionsumgebung müssen die folgenden Voraussetzungen geschaffen werden:

  • Konnektivität: Nicht die Verteilungen miniaturisierter Sensoren und Aktoren, sondern deren Einbindung in eine durchgängige Kommunikationsinfrastruktur – über entsprechende Gateways – ist das zentrale Element des Internet der Dinge. Nur damit lassen sich die erforderlichen Daten abrufen und die Prozesse neu organisieren.
  • Anwendungsentwicklung: Selbstverständlich ist das IoT von den Sensoren bis zu den auswertenden Systemen Software-gesteuert. Um qualitativ hochwertige Lösungen kurzfristig bereitstellen zu können, sollten Unternehmen auf agile Methoden setzen.
  • Analytics: Das IoT stellt Daten in Hülle und Fülle zur Verfügung. Unternehmen müssen sich hier passender Analysemethoden bedienen, um aus diesen Daten neue Erkenntnisse über ihre Prozesse zu gewinnen; beispielsweise über Dashboards, die es erlauben Muster in den Daten schnell zu beurteilen.
  • Cloud: Die Implementierung von IoT-Systemen lässt sich durch Cloud Computing erheblich vereinfachen; die Cloud stellt skalierbare Ressourcen an jedem Ort zur Verfügung, was gerade im IoT-Umfeld wichtig sein kann.
  • Security: Die Sicherheit wird in IoT-Projekten bisher oft vernachlässigt. Nachdem sich aber kürzlich auch Botnetze unzureichend gesicherter IoT-Geräte bedient haben, um DDOS-Angriffe auszuführen, hat das Thema hohe Priorität. Da das IoT als Einfallstor in Unternehmen ungenutzt werden kann, muss die Sicherheit von Anfang an konzeptionell berücksichtigt werden; eine nachträgliche Sicherung der Systeme ist in der Praxis meist nicht möglich.

Auf diesen vier Voraussetzungen können Unternehmen eine Produktionsumgebung aufbauen, die dann auch den Anforderungen des Konzepts Industrie 4.0 genügt: Die Anlagen lassen sich auf diese Weise in komplexe Wertschöpfungsketten einfügen, die über das jeweilige Unternehmen hinausreichen und beispielsweise auch Lieferanten oder Abnehmer umfassen.

Auch wenn die grundlegenden Verfahren des IoT schon seit langem bekannt sind – die Industrie arbeitet seit Jahrzehnten mit Sensoren – es schafft durch die Integration in die Kommunikationsinfrastruktur des Webs neue Bedingungen. Die Abstimmung von Infrastruktur und Prozessen ist daher die Hauptaufgabe bei IoT-Projekten.