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Autonomes Fahren

Assistenzsysteme sind auf dem Vormarsch

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Präsenz in beiden Märkten ist unabdingbar

Der Massenmarkt wird zunächst weiter von traditionell fahrergesteuerten Autos bestimmt. Doch immer umfangreichere und leistungsfähigere Assistenzsysteme ermöglichen ein mehr und mehr teilautonomes Fahren. Das weltweite Marktvolumen für Zulieferer steigt laut Bain-Analysen bis 2025 auf 22 bis 26 Mrd. US-$, was einem jährlichen Wachstum von 12 bis 14% entspricht.

Die Kunden versprechen sich von Assistenzsystemen mehr Sicherheit und Komfort. Gleichwohl haben sie Bedenken hinsichtlich der Verlässlichkeit der Technologie. Die Mehrzahl der Kunden ist jedoch nicht bereit, für verbesserte Assistenzsysteme, beispielsweise autonomes Autobahnfahren, deutlich mehr zu zahlen als für einen heute gängigen adaptiven Tempomaten. Noch haben viele der neuen Technologien Kostensenkungspotenzial, wenn sie in Großserie gehen.

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Hochautonome Systeme bis 2025 nur in 10% der Neuwagen

Hochautonome Systeme werden 2025 laut Bain-Studie selbst im optimistischsten Szenario nur in etwa 10% der Neuwagen eingebaut sein. Und dabei sind auch diejenigen Systeme berücksichtigt, die es dem Fahrer nur in bestimmten Situationen erlauben, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen, statt sich auf den Verkehr zu konzentrieren.

„Die großen Automobilzulieferer müssen in beiden Märkten präsent zu sein“, betont Christoph Schlegel, Bain-Partner und Co-Autor der Studie. „Das Segment der Assistenzsysteme garantiert die Umsatzvolumina der nächsten Jahre, während das autonome Fahren das zukünftige Geschäft sichert.“

Zulieferer müssen neue Fähigkeiten entwickeln

Die heutigen Assistenzsysteme benötigen nur relativ einfache Objekterkennungs- und Reaktionsmuster. Teil- oder vollautonomes Fahren hingegen erfordert die Zusammenführung aller verfügbaren Daten, um ein ausreichend exaktes Modell der Umwelt zu erstellen. Zusätzlich zu den schon heute in vielen Autos eingebauten Kameras und Radaren werden weitere Datenquellen notwendig, wie Laserradare (LiDAR), hochauflösende Straßenkarten und aktuelle Crowdsourcing-Informationen.

Automobilzulieferer kommen vor diesem Hintergrund nicht umhin, ihre Kompetenzen zu erweitern, insbesondere in der Softwareentwicklung. Darüber hinaus müssen sie attraktiver für Top-Talente werden. Dies erfordert vielerorts einen Kulturwandel in Richtung Technologieunternehmen und das Aufbrechen von Hierarchien.

Auch die Konkurrenz verändert sich, Quereinsteiger aus der Technologiebranche werden ebenso auf den Plan treten wie neue Zulieferer aus Schwellenländern wie China. Um dem zu begegnen, werden Akquisitionen und Partnerschaften immer wichtiger, um an Knowhow, Technologie und Mitarbeiter zu gelangen.

„Zulieferer müssen eine Szenarioplanung einführen, mit deren Hilfe sie mögliche Entwicklungen identifizieren und Anpassungen rechtzeitig durchführen können“, so Bain-Partner Heider. „Für die Unternehmen bedeutet das, sich technologisch und organisatorisch ständig weiterzuentwickeln.“

Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung

Die Studie „An Autonomous Car Roadmap for Suppliers“ basiert auf einer repräsentativen Befragung von 3850 potenziellen Autokäufern in Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Spanien, Großbritannien und den USA. In China wurden 531 potenzielle Kunden aus den kaufkräftigen Metropolregionen Peking, Shanghai und Wuhan befragt. Darüber hinaus wurden 50 Expertengespräche mit Führungskräften von Automobilzulieferern und -herstellern durchgeführt.

Dieser Beitrag wurde auf unserem Partnerportal ELEKTRONIKPRAXIS veröffentlicht.

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