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B2B-Portal von KEMPER Arbeitsschutz auf dem IoT-Trip

| Redakteur: Jürgen Schreier

Ein neues, von der KEMPER GmbH gelaunchtes Industrie-4.0-Portal vernetzt den Arbeitsschutz beim Schweißen - auch mit IoT-fähigen Maschinen anderer Hersteller. Im Rahmen einer Live-Demo ist die Cloud-Lösung auf der Messe SCHWEISSEN UND SCHNEIDEN 2017 (25. bis 29. September) in Essen zu sehen.

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Bei der Auswahl eines Gerätes visualisiert das Portal aktuelle Betriebsparameter und andere Eigenschaften ortsunabhängig auf Smartphone, Tablet oder PC.
Bei der Auswahl eines Gerätes visualisiert das Portal aktuelle Betriebsparameter und andere Eigenschaften ortsunabhängig auf Smartphone, Tablet oder PC.
(Bild: Sputnik GmbH/Maik Porsch)

Die in Vreden ansässige KEMPER GmbH treibt die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation weiter voran. Aktuell präsentiert der Arbeitsschutz-Spezialist auf der Messe SCHWEISSEN UND SCHNEIDEN 2017 ein neues herstellerübergreifendes B2B-Portal. Dieses ist in der Lage, über die eigene Absaugtechnik hinaus Internet-of-Things-fähige Geräte und Anlagen zu vernetzen. Die Betriebskosten sollen dadurch nachhaltig sinken. Im Zuge dieses Digitalisierungsprojekts stattet KEMPER neue Absauganlagen und Raumlüftungssysteme mit einer internetfähigen Steuerung aus.

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„Mit dem neuen B2B-Portal bleibt das Internet-of-Things keine reine Luftblase mehr“, betont Björn Kemper, Geschäftsführer der KEMPER GmbH. „Die mit unserem Partner Datacake entwickelte internetbasierte Cloud-Lösung ist speziell für den Mittelstand eine sichere und kosteneffiziente Alternative zu herstellerzentrierten Netzwerken.“

Offen für alle IoT-fähigen Maschinen und Anlagen

Das Portal vernetzt nicht nur die Absaugtechnik-Systeme von KEMPER, sondern auch weitere IoT-fähige Maschinen anderer Hersteller. Dank des offenen Standards kann der Nutzer sie auf dem Portal www.gistry.io einbinden und dort überwachen, wie der R&D-Verantwortliche Simon Kemper, der die Plattform mitentwickelt hat, erklärt: „Alle Geräte und Anlagen führt der Anwender in einem übersichtlichen Portal zusammen und verwaltet sowie kontrolliert sie zentral.“

Bei der Auswahl eines Gerätes visualisiert das Portal aktuelle Betriebsparameter und andere Eigenschaften ortsunabhängig auf diversen Endgeräten wie Smartphone, Tablet oder PC. Messdaten, Einstellungen und besondere Ereignisse analysiert das Industrie-4.0-Portal automatisch und stellt diese Informationen anderen Maschinen im Netzwerk zur Verfügung. Dadurch ist das System beispielsweise in der Lage, einen Wartungsbedarf bei einer Maschine oder Anlage vorherzusagen.

Lösung ist auf der SCHWEISSEN & SCHNEIDEN live zu sehen

„Mögliche Ausfälle von einzelnen Maschinen, die zum Stillstand der gesamten Produktionskette führen können, erkennt das Netzwerk proaktiv“, erläutert Björn Kemper. Dank der gewonnenen Messdaten verkürze sich die Ursachenforschung durch Servicetechniker beträchtlich. Außerdem sei die Ersatzteilbeschaffung besser planbar. „Die Betriebskosten reduzieren sich immens.“

Das B2B-Portal orientiert sich dabei an den Sicherheitsanforderungen mittelständischer Unternehmen. Das Netzwerk wird autark implementiert. Eine Öffnung der eigenen IT-Architektur ist nicht nötig, um die Vorteile der neuen Applikation zu nutzen. Das Portal kommuniziert unabhängig davon auf Grundlage des gängigen Internetprotokolls.

Die neue Lösung können Besucher der SCHWEISSEN & SCHNEIDEN live am KEMPER- und KEMPPI-Stand erleben. Nicht nur die physisch bei KEMPER vorhandenen Anlagen sind im neuen B2B-Portal eingebunden, sondern auch die am Stand von KEMPPI und in der KEMPER-Arena installierten Luftüberwachungssysteme AirWatch. Darüber hinaus überträgt das Portal die von AirWatch am KEMPPI-Stand erfassten Daten an die KEMPPI-Software WeldEye. Dadurch ist KEMPPI in der Lage, die externe KEMPER-Sensorik einzubinden.

Neue Steuerung kommuniziert über das Mobilfunknetz

Im Zuge der Einführung der neuen Netzwerklösung digitalisiert KEMPER auch sein eigenes Produkt-Portfolio in Sachen Absaugtechnik und Luftüberwachung. Neue Geräte- und Anlagengenerationen stattet das Unternehmen standardmäßig mit einer neuen Steuerung aus, sodass mittels spezieller IoT-SIM-Karten über das Mobilfunknetz kommunizieren können

Mit dem neuen B2B-Portal geht KEMPER einen Schritt über seine für die Absaugtechnik entwickelte Industrie-4.0-Lösung hinaus. Bisher steuert bei KEMPER Connect das Luftüberwachungssystem AirWatch Raumlüftungssysteme und Absauganlagen und kommuniziert über ein eigenständiges Funknetzwerk autark mit ihnen. Werden in der Betriebssoftware hinterlegte Staubgrenzwerte überschritten, steuert AirWatch die Anlagen automatisch. Nach der Vorstellung im vergangenen Jahr setzen viele metallverarbeitende Betriebe das Arbeitsschutz-4.0-Konzept bereits erfolgreich ein.

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