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Arbeit-4.0-Studie: Chefs fürchten lustlose Mitarbeiter

| Redakteur: Jens Scheiner

Das Management- und HR-Unternehmen Metaberatung mit Schwerpunkt auf Persönlichkeitsverfahren befragte 100 Führungskräfte auf drei Führungsebenen zu Themen rund um Human Resources in der digitalen Transformation.

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Das Management- und HR-Unternehmen Metaberatung befragte 100 Führungskräfte auf drei Führungsebenen zu Themen rund um Human Resources in der digitalen Transformation.
Das Management- und HR-Unternehmen Metaberatung befragte 100 Führungskräfte auf drei Führungsebenen zu Themen rund um Human Resources in der digitalen Transformation.
(Bild: Metaberatung)

Wie aus der Studie „Human Resources in der digitalen Transformation“ von der Metaberatung hervorgeht erklären 81 Prozent der Führungskräfte in Deutschland die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter zur Chefsache, um den digitalen Wandel zu meistern. Zwei Drittel fordern, neue Führungsleitbilder auf die digitale Agenda ihres Unternehmens zu setzen. Für diese Umfrage wurden branchenübergreifend 100 Führungskräfte von Wirtschaftsunternehmen in Deutschland befragt.

„Wer sein Team für den anstehenden Change-Prozess der Digitalisierung motivieren will, kommt mit wirtschaftlichen Anreizen alleine nicht weiter. Viel wichtiger wird ein zeitgemäßes Verständnis der eigenen Führungsrolle: weg von Hierarchie hin zum Teamplayer mit stark ausgeprägten sozialen Kompetenzen. Dazu zählt die Fähigkeit, Menschen aus unterschiedlichen Fachbereichen effektiv zusammenarbeiten zu lassen. Das gilt es künftig bei der Auswahl von geeigneten Persönlichkeiten für eine leitende Position stärker zu berücksichtigen“, sagt Dr. Rainer Neubauer, Geschäftsführer der Metaberatung in Düsseldorf.

Führung in der digitalen Arbeitswelt muss immer öfter auf Distanz funktionieren – in mobil arbeitenden Teams ebnen Führungskräfte einer reibungslosen Kooperation den Weg. Für diese neue Führungsrolle sind laut der Studie offene Persönlichkeiten mit klaren Zielen gefragt, die auch einfühlsam und verlässlich sind: „Mit wissenschaftlich validen Persönlichkeitsverfahren lässt sich beispielsweise das Entscheidungsverhalten in belastenden Change-Prozessen vorhersagen. Die Fähigkeiten, kreativ neue Wege zu beschreiten und an die Mitarbeiter weiterzugeben, sind ebenfalls Persönlichkeitsmerkmale, die sich nach wissenschaftlichen Methoden messen lassen.“

Verantwortung auf Teams verteilen

Unternehmen schaffen zudem motivierende Rahmenbedingungen, indem sie flankierend zur Personalauswahl zeitgemäße Anreize setzen. Vor diesem Hintergrund empfehlen 77 Prozent der befragten Führungskräfte beispielsweise, Aus- und Weiterbildung mit individueller Online-Schulung anzubieten. Denn wie die Umfrage zeigt, erwarten Arbeitnehmer solche Schulungskonzepte im digitalen Zeitalter als Teil der Unternehmenskultur. Zudem ist die Beteiligung der Mitarbeiter in einem umfassenden Prozess wie der Digitalisierung unverzichtbar. So raten 68 Prozent der Manager dazu, mehr Führungsverantwortung auf Teams zu verteilen. Die große Zustimmung zu dieser Maßnahme zeigt, dass die Führungsetage den Wunsch der Arbeitnehmer nach einer aktiveren Rolle bei der digitalen Transformation erkannt hat. Wichtige Weichenstellung dafür ist beispielsweise, die Organisationsstrukturen zu flexibilisieren. So lassen sich Mitarbeiter über Abteilungsgrenzen hinweg in neue Teamstrukturen einbinden.

Dieser Beitrag erschien zunächst auf unserem Partnerportal Automobil Industrie

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