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Digitalisierung

Apps am laufenden Band: 10 goldene Regeln für die Mobile Factory

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Regel 4: Denken Sie über die maschinelle Effizienz hinaus

Auch hier geht es wieder um das Big Picture. Keine Frage, in Sachen industrielle App-Einbindung richtet sich der Blick schnell auf die Themen maßgeschneiderte Produkte, erweiterte Kundenservices und Effizienzsteigerung innerhalb der Produktion, sprich: niedrigere Ausfallzeiten, geringerer Wartungsaufwand, niedrigere Fehlerquote, Verkürzung der Time-to-Market und Senkung der Gesamtbetriebskosten.

Doch es geht auch darum, ein breiteres Spektrum von Mitarbeitern in Aufgaben einzubinden, eine bessere Erreichbarkeit und Flexibilität zu ermöglichen und ein sichereres und womöglich komfortableres Arbeitsumfeld zu schaffen. Und ja, es ist natürlich auch erlaubt, die mobilen Maßnahmen dazu zu nutzen, Ihr Unternehmen bei Mitarbeitern und Kunden als modernes, digitales Unternehmen zu präsentieren.

Regel 5: Holen Sie Ihre Mitarbeiter entlang der gesamten Kette ins Boot

Das Zeitalter der Smartphones und Tablets hat heute wohl alle Generationen erreicht. Trotzdem sollte bei der Einführung einer App berücksichtigt werden, dass nicht jeder Mitarbeiter auch mit den neuen Tools arbeiten kann beziehungsweise möchte. Gerade innerhalb des Produktionsprozesses gehört manuelles Arbeiten seit jeher dazu, ebenso beispielsweise bei der Kommissionierung von Waren im Lager. Maschinen und auch Roboter sind mittlerweile zwar ein gewohnter Anblick, aber Klemmbrett, Handkommissioniergerät und Co. durch ein Tablet, iPad oder durch Wearables zu ersetzen und damit Maschinen oder ganze Fabrikhallen per Knopfdruck oder Touchpad zu steuern, gehört nach wie vor nicht zur Grundausbildung.

Zumal nicht jeder Mitarbeiter frisch aus derselben kommt! Hier ist Feingefühl, Transparenz und jede Menge Information gefragt – vielleicht trotz App-Launch in Form eines Print-Booklets. Oder wie wäre es mit einer Art Quiz-App rund um die neue Arbeitsweise, um Ihre Mitarbeiter an den Umgang mit mobilen Anwendungen zu gewöhnen? Auch persönliche Einzelcoachings am Arbeitsplatz können die Akzeptanz erhöhen.

Regel 6: Berücksichtigen Sie die Arbeitsbedingungen in Büro, Fabrik

oder LKW

Neben den bloßen Bedenken der Mitarbeiter gibt es auch arbeitsplatzbedingte Faktoren, die bei der Einführung einer mobilen Strategie samt (ent)sprechender Geräte beachtet werden sollten – zum Beispiel Schmutz, Hitze oder Lärm. Mitarbeiter, die tagtäglich in einem bestimmten Bereich arbeiten, möchten ihren Arbeitsplatz und ihre damit häufig verbundenen Probleme und Risiken verstanden wissen. Achten Sie daher umso mehr auf eine gute Usability und eine einheitliche Handhabung der Apps und Devices.

Das bewirkt ein positives Bedienerlebnis bei den Mitarbeitern und fördert zudem den Austausch unter den Mitarbeitern – vielleicht sogar bereichs- und standortübergreifend. Und noch eine Idee: Wenn Sie eine auf den Produktionsprozess bezogene mobile Anwendung einführen, überprüfen Sie doch gleich einmal, welche digitalen Freuden Sie Ihren Mitarbeitern zusätzlich in Sachen Komfort, Pausengestaltung oder Arbeitsschutz machen können. Das schafft direkt eine positive Assoziation mit der Mobilisierung des Arbeitsplatzes und unterstreicht, dass Sie Ihre Mitarbeiter nicht ersetzen, sondern unterstützen wollen.

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