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Systemhaus mit Security-Fokus

Antauris: IT-Infrastruktur allein ist nicht genug

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Unterschiedliche Kulturen stoßen aufeinander

So konsequent der Kauf von Synectico demnach war, erwies sich die Integration des Krefelder Spezialisten doch als Herausforderung für Antauris. Als die Security-Profis auf die Infrastruktur-Experten trafen, seien unterschiedliche Kulturen aufeinandergeprallt, berichtet Sales-Chef Leichter. Den Grund dafür sieht er darin, dass beide Häuser auf Kundenseite bis dahin mit vollkommen anderen Ansprechpartnern gearbeitet hätten.

Die ­Zuständigkeit für Security sei in Unternehmen meist bei der Peripherie angesiedelt, irgendwo zwischen Clients, Druckern, Telefonie und Netzwerk. Dort hätten die IT-Mitarbeiter bis vor einigen Jahren ­„einen operativen Jetzt-gleich-und-sofort-Ansatz“ verfolgt, während ­ihre Infrastruktur-Kollegen schon immer strategisch-konzeptionell vorgegangen seien. Das sei aber heute anders, betont der ­Manager. „Die Mentalität im Security-­Bereich hat sich signifikant gewandelt.“ Für einen Dienstleister sei dort ein ganzheitlicher Beratungsansatz mittlerweile genauso wichtig wie im Datacenter.

In dem Maß, wie sich Security und Infra­struktur in Kundenprojekten verzahnt haben, sind Leichter zufolge die Geschäftsfelder bei Antauris zusammen­gewachsen. Zugleich hat sich nach seiner Beobachtung aber auch die IT-Sicherheit als Disziplin gewandelt. Habe vor einigen Jahren vor allem Endpoint-Security im Vordergrund gestanden, später ergänzt um Netzwerksicherheit, „so geht es heute zunehmend um Log-Management, Analyse und Forensik“.

Security-Intelligenz

In diese Richtung entwickelt das Systemhaus seinen Ansatz hin zu Security Information & Event ­Management (SIEM) als Schlüsseldisziplin weiter. Vom „Übergang von Security 2.0 zu 3.0“ spricht der Vertriebsprofi. Bei SIEM werden Millionen von Systemdaten gefiltert, um sicherheitsrelevante Ereignisse zu identifizieren, zu bewerten und die IT-Abteilung zu warnen.

Als Indiz für die gelungene Synectico-­Integration wertet Leichter die Tatsache, dass Security nicht mehr nur das Datacenter-Geschäft von Antauris komplementiert, sondern „immer häufiger auch vorantreibt“. Nicht selten mache es die Lösung eines Sicherheitsproblems erforderlich, dass der Dienstleister auch innerhalb der Infrastruktur eingreift. „So hilft beispielsweise bei einem Verschlüsselungstrojaner, der schon unzählige Dateien gekapselt hat, nur ein umfassendes Backup-und-Restore-Konzept.“ Letztlich wäre also auch Security-Kompetenz allein nicht genug.

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