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Internet der Dinge

Anschub für das Güterkraftverkehrsgewerbe

| Autor/ Redakteur: Amy Krigman / Lisa Marie Waschbusch

Das Internet der Dinge (IoT) spielt im Güterkraftverkehrsgewerbe schon jetzt eine wichtige Rolle und wird vielseitig eingesetzt – von Temperaturkontrollen und prognostizierten Ausfallzeiten bis hin zur Reduzierung von gefährlichen Reifenpannen.

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Wie wirkt sich das Internet der Dinge konkret auf das Güterkraftverkehrsgewerbe und die Transportbranche aus?
Wie wirkt sich das Internet der Dinge konkret auf das Güterkraftverkehrsgewerbe und die Transportbranche aus?
(Bild: Pixabay / CC0)

Laut einer auf Statista veröffentlichten Umfrage werden die verschiedenen Fertigungs-, Transport- und Logistik- und Zubehörbranchen innerhalb von zwei Jahren jeweils 40 Milliarden US-Dollar für IoT-Plattformen, -Systeme und -Dienste ausgeben. Das sind ziemlich beeindruckende Zahlen. Das IoT verändert ganze Industrien grundlegend. Die Transportbranche bildet da keine Ausnahme. Zunehmend ist auch sie abhängig von der Technologie. Die immensen Investitionen fließen in den kontinuierlichen Transformationsprozess. Doch wie wirkt sich das Internet der Dinge konkret auf das Güterkraftverkehrsgewerbe und die Transportbranche aus?

Lkw- und Reifendaten über IoT-Sensoren erfassen

Stattet man Fahrzeuge mit IoT-Sensoren aus, kann man Lkw-Daten leichter erfassen und analysieren als bisher. Mithilfe der von den Sensoren gesammelten Daten lässt sich die gesamte Flotte in Echtzeit verfolgen, überwachen, analysieren und warten.

Aber nicht nur Transportunternehmen verlassen sich auf IoT-Daten, wenn sie mehr Einblick in Geschäftsprozesse und Abwicklungen gewinnen wollen. Der Reifenhersteller Continental hat kürzlich eine digitale Plattform zur Reifenüberwachung namens ContiConnect vorgestellt. Das System nutzt die IoT-SIM-Technologie von Vodafone, um Reifendruckdaten für Nutzfahrzeugflotten zu sammeln. Jedes Mal, wenn ein Lkw zu einem Flottenterminal zurückkehrt, werden die Daten auf einem weltweit verfügbaren Webportal angezeigt. Die angegebenen Daten weisen auf Probleme hin wie beispielsweise Reifen mit niedrigem Luftdruck oder sogar hohe Temperaturen, die zu gefährlichen Reifenpannen führen können. Die Reifen der gesamten Flotte werden jedes Mal kontrolliert, wenn Lastwagen oder Busse zu ihrem Terminal zurückkehren. Mit dieser Technologie entfallen manuelle Druckprüfungen im Betriebshof und die Reifendaten stehen allen an der Flotte Beteiligten zur Verfügung.

Transport von verderblichen Waren

Probleme kann es aber nicht nur mit den Reifen geben. Viele der im Güterkraftverkehrsgewerbe transportierten Produkte sind leicht verderblich und/oder ökologisch empfindlich. Solche Produkte können durch hohe oder niedrige Temperaturen, Vibrationen, Stöße und Feuchtigkeit beeinträchtigt werden.

In der medizinischen Industrie müssen Lastwagen, die biologische und biopharmazeutische Arzneimittel transportieren, während der Fahrt auf einer bestimmten Temperatur gehalten werden. Implementiert man IoT-Anwendungen, erhalten Fahrer und Betriebsleitung eine Warnmeldung, wenn die Bedingungen die Bedingungen von den Sollwerten abweichen. Das wiederum verhindert potenziell gefährliche und lebensbedrohliche Folgen.

Einhalten behördlicher Vorschriften

Zunehmend wirken sich behördliche Vorschriften auch auf das Güterkraftverkehrsgewerbe aus. Das Ende 2017 in Kraft getretene Electronic Logging Devices (ELD)-Mandat fordert, dass alle Fuhrunternehmen elektronische Geräte in ihren Lkw installieren müssen, die die Betriebsstunden der Fahrer automatisch aufzeichnen.

Laut Gesetz dürfen Fahrer nur elf Stunden, bei einer vorgeschriebenen, ununterbrochenen Ruhezeit von zehn Stunden pro Tag fahren. Bevor dieses Mandat wirksam wurde, führten die meisten, wenn auch nicht alle Fahrer manuelle Fahrtenbücher, um ihre Lenkzeiten festzuhalten. Einige der größeren Fuhrunternehmen hatten zu diesem Zeitpunkt bereits ELDs in ihren Fahrzeugen installiert. Inzwischen sind auch die kleineren Fuhrunternehmen mehrheitlich konform.

Weniger "Verschwendung“

Upper Lakes Foods, ein in Minnesota ansässiges Unternehmen, nutzt die IoT-Technologie, um Probleme zu dokumentieren, die bei Inspektionen auftreten. Eine mobile ELD-Lösung ermöglicht es den Fahrern, Inspektionen vor und nach der Fahrt mit einem Smartphone oder Tablet zu dokumentieren. Die Daten werden an die Werkstatt des Fuhrunternehmens weitergegeben und alle Probleme dokumentiert. Das gestattet ein vorausschauendes und effizientes Wartungsmodell. Laut einem Artikel in Freight Waves tragen die mit dem IoT verbundenen Lkw dazu bei, Wartungspläne zu optimieren und unnötige Kilometer und Leerlaufzeiten zu vermeiden.

Das IoT schafft die Voraussetzungen, das Tagesgeschäft eines Unternehmens zu optimiere. So kann ein Unternehmen Lieferstrategien verbessern, Fahrtkosten senken oder Emissionen reduzieren. Wenn beispielsweise zwei Fahrer vom selben Standort abfahren aber unterschiedliche Routen zum gleichen Ziel verwenden, liefern Sensordaten wichtige Erkenntnisse. Etwa welcher Fahrer schneller ans Ziel gelangt ist, weniger Maut gezahlt oder mehr Kraftstoff gespart hat. Wie bei Upper Lakes Foods ist in erster Linie Optimierung das Ziel. So kann das Unternehmen seine Lieferungen rationalisieren und standardisieren

Ziel: Ausfallzeiten vermeiden oder schneller identifizieren

Ein weiterer kritischer Bereich für Flottenbetreiber sind Ausfallzeiten. Sie gelten als einer der größten Ausgabenposten bei der Wartung von Lkws. Kommt die Ausfallzeit unerwartet, können die Kosten schnell steigen. IoT-Anwendungen liefern Flottenbesitzern wichtige Informationen und tragen dazu bei, künftige Ausfälle wie Motorprobleme zu vermeiden oder zumindest schneller zu identifizieren.

Das Güterkraftverkehrsgewerbe profitiert in hohem Maße von IoT-Lösungen. Von der Temperaturkontrolle und prognostizierten Ausfallzeiten bis hin zur Reduzierung von gefährlichen Reifenpannen. Flottenbesitzer und Logistikkoordinatoren werden diese Technologie zunehmend einsetzen, um ihren Kunden einen besseren Service zu bieten.

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