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CERT@VDE Anonymer "Kummerkasten" für IT-Security-Probleme

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der VDE schafft eine anonyme Plattform für vertrauensvollen Informationsaustausch bei Cyber-Angriffen und unterstützt den Mittelstand bei der Verbesserung ihrer Cyber Security.

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Ansgar Hinz, CEO des VDE: „Die Crux ist, dass viele Unternehmen nicht ausreichend IT-Spezialisten finden, die zum einen die Digitalisierung intern vorantreiben und zum anderen die Organisation vor externen Angriffen schützen.“
Ansgar Hinz, CEO des VDE: „Die Crux ist, dass viele Unternehmen nicht ausreichend IT-Spezialisten finden, die zum einen die Digitalisierung intern vorantreiben und zum anderen die Organisation vor externen Angriffen schützen.“
(Bild: Uwe Noelke)

Mit CERT@VDE hat der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V die erste Plattform zur Koordination von IT-Security-Problemen im Bereich Industrieautomation geschaffen. „Auf ausdrücklichen Wunsch des Mittelstands“, wie Ansgar Hinz, CEO des VDE betont. Auf einer anonymen Plattform können sich jetzt die Unternehmen vertrauensvoll austauschen..

Viele Unternehmen finden keine IT-Spezialisten

Die Digitalisierung bietet Deutschlands Unternehmen enorme Chancen; allerdings nehmen auch die IT-Sicherheitsprobleme zu. Zwar sei für 88 Prozent der VDE-Mitgliedsunternehmen (Elektro- und IT-Industrie) die IT-Sicherheit wesentliche Voraussetzung für die Digitalisierung, hat der Verband herausgefunden. „Die Crux ist jedoch, dass viele Unternehmen nicht ausreichend IT-Spezialisten finden, die zum einen die Digitalisierung intern vorantreiben und zum anderen die Organisation vor externen Angriffen schützen“, erklärte Ansgar Hinz, CEO des VDE anlässlich der weltgrößten Hacker-Konferenzen Black Hat und Def Con in Las Vegas.

Bei den großen Unternehmen machten diese Aussage 100 Prozent, beim Mittelstand 71 Prozent. „IT-Security ist erfolgskritisch. Wir gehen beim Mittelstand davon aus, dass nicht alle den Ernst der Situation erkannt haben“, erklärt Hinz die starke Differenz.

Die VDE-Unternehmen fürchten vor allem den "massiven Angriff" auf Forschung & Entwicklung, IT und Produktion. Die Folgen seien im Umfang nicht beschreibbar, heißt es weiter. Als Beispiele werden genannt: System- und Produktionsausfälle, Fehlfunktionen mit Folgen für Leib und Leben sowie Industriespionage.

Für eigene Computer Emergency Response Teams fehlen oft die Mittel

71 Prozent der Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern gaben zu, bereits Opfer von Cyber-Attacken geworden zu sein; allerdings dürfte die Dunkelziffer nach VDE-Schätzung weitaus höher sein.

Lediglich zehn Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Deutschland im internationalen Vergleich bei IT-Sicherheit führend ist. „Wir brauchen eine Kultur der Offenheit, nur gemeinsam können wir den Black Hats Paroli bieten. Veranstaltungen, wie die in Las Vegas, sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung“, so VDE-CEO Hinz. Allerdings müsse vor allem der Wirtschaftsmotor Mittelstand in Cyber Security investieren. „Wir wissen, dass viele kleinere Unternehmen nicht über die Ressourcen für eigene Computer Emergency Response Teams (CERTs) verfügen.“ Deshalb unterstützt der VDE diese Unternehmen flankierend im Rahmen eines nichtkommerziellen CERT (=Computer Emergency Response Team) bei der Verbesserung ihrer Cyber Security.

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