KI Algorithmus visualisiert die Musik Mozarts

Redakteur: Katharina Juschkat

Für das Jubiläumsjahr des Mozartfestes entwickelt ein Forschungsteam eine „Jukebox“, die Musik mithilfe bestimmter Algorithmen visualisiert und so den Lernvorgang von KI visuell demonstrieren soll.

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Algorithmen können die Musik Mozarts darstellen.
Algorithmen können die Musik Mozarts darstellen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Was hat Mozart mit Künstlicher Intelligenz zu tun? Das will ein Team der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt im Projekt „Mozart & KI“ darstellen. Hintergrund des Projektes ist das Mozartfest, das kommendes Jahr zum 100ten Mal in Würzburg stattfinden soll – allerdings unter den erschwerten Pandemiebedingungen. Deshalb haben die Veranstalter im Vorfeld dazu aufgerufen, kreative Ideen einzureichen.

Musik mit Algorithmen darstellen

Das Projekt entwickelt eine sogenannte „Mozart-Jukebox“ und eine Augmented-Reality-App. Die Mozart-Jukebox visualisiert Musik mithilfe bestimmter Algorithmen. Christoph Raab, Mitarbeiter am Institut Digital Engineering an der Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik, hat die „Mozart-Jukebox“ zusammen mit Studierenden entwickelt und erklärt: „Ziele der Mozart-Jukebox: den Lernvorgang von künstlicher Intelligenz visuell zu demonstrieren. Dabei können die Anwendenden selbst durch verschiedene Einstellungen Einfluss auf das Lernverhalten der KI nehmen.“ Ein weiteres Ziel: Diese Visualisierung von Mozarts Musik lässt eine erste Interpretation der KI zu und soll den sogenannten `Black-Box-Gedanken` reduzieren.

Das Team möchte mit der Jukebox aufzeigen, dass es nicht die eine KI gibt, sondern dass es vielmehr von der Nutzung der Anwendenden ausgeht: „Bei der Entwicklung der Mozart-Jukebox ist uns wichtig, dass wir sie in regelmäßigen Abständen dem Team vom Mozart Festival vorstellen, um ein gemeinsames Verständnis für die gezeigten Inhalte und die noch zu erreichenden Ziele zu entwickeln. Dabei arbeiten wir daran, immer mehr Funktionen hinzuzufügen.“

Über den Einsatz von künstlicher Intelligenz lassen sich Ähnlichkeiten von Musikstücken verschiedener Komponisten visuell darstellen: Man kann z.B. die Algorithmen von Mozart und Beethoven vergleichen. Auch mit dabei ist ein Musikstück, dass von Algorithmen komponiert wurde und vom Schwarmverhalten von Vögeln inspiriert ist – auch dessen Parameter lassen sich verändern.

Zudem entwickelt das Team eine Augmented-Reality-App. Dazu reichert das Team Plakate mit zusätzlichen Informationen an, die von einer App erkannt werden können. Vorbereitete Inhalte wie 3D-Objekte, Fotos, Text, Video- oder Audiodateien können dann virtuell überlagert werden.

Aktuell werden die Projekte umgesetzt, damit sie zum 100. Mozartfest im Mai 2021 vorgestellt werden können. Die Jukebox wird dann auf einer Homepage zu finden sein.

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