Künstliche Intelligenz

AI: Turbopower für die Produktion

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Die Automobilbranche verspricht sich eine deutliche Nutzensteigerung durch den Einsatz von KI, da sich damit das stetig wachsende Datenaufkommen beherrschen, strukturierte und unstrukturierte Informationen besser bewerten, die Arbeitskosten reduzieren sowie Prozesse beschleunigen lassen. Ähnlich positiv fällt die Erwartungshaltung im verarbeitenden Gewerbe aus.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Roboter und Bots als nützliche Helferlein

Angesichts der öffentlich geführten Diskussionen um die Zukunft der Arbeit in Zeiten künstlicher Intelligenz ist eine weitere Einschätzung der Manager bemerkenswert: Zwar sehen branchenübergreifend fast acht von zehn Entscheider (78 Prozent) positive Auswirkungen des KI-Einsatzes auf Personalkosten und -aufwand in der Produktion. Dennoch ist diese Erwartung weniger mit der Aussicht verbunden, menschliche Arbeit durch Roboter und andere Automationssysteme zu ersetzen.

Derzeit sehen rund vier von zehn Entscheidern in der verarbeiteten Industrie und im Automotive-Sektor den Wegfall von Arbeitsplätzen als zentrale Auswirkung des KI-Einsatzes. In der Automobilindustrie sollen mit intelligenten Assistenzsystemen vielmehr monotone und gefährliche Tätigkeiten reduziert werden. „Den Ruf als Jobkiller erfüllt KI damit nach Überzeugung der befragten Entscheider zumindest heute noch nicht“, betont Innovationsexperte Schmidt.

Managementkompass erleichtert Einstieg in KI-Projekte

Zeitgleich mit den Studienergebnissen hat Sopra Steria Consulting einen Managementkompass Künstliche Intelligenz veröffentlicht. Er zeigt auf, welche Potenziale künstliche Intelligenz kurz- und mittelfristig bieten kann und welche Vorteile Unternehmen schon jetzt haben. Der Kompass bietet auch eine Übersicht über unterschiedliche Anwendungsbereiche wie Vertrieb & Service, Beratung, Personalmanagement und Kundendienst.

Welchen Nutzen der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) entfaltet, hängt laut "Managementkompass" nicht zuletzt vom Grad der digitalen Reife ab, die ein Unternehmen bereits erreicht hat oder in absehbarer Zeit erreichen wird. Um das kurz- und mittelfristige Potenzial realistisch bewerten zu können, sei eine selbstkritische Betrachtung des aktuellen Vernetzungs- und Automatisierungsgrades, der Sicherheit eigener und externer IT-Infrastrukturen sowie verfügbarer Datenquellen ebenso notwendig wie strategische Überlegungen zur betrieblichen Organisation, so das internationale Beratungsunternehmen.

Über eine Checkliste im "Managementkompass" können Unternehmen die Roadmap für den Einstieg in KI konkret planen, indem sie ihre eigene Position bestimmen, ihre IT-Infrastruktur auf Tauglichkeit überprüfen und die Unternehmensprozesse darauf abklopfen, inwieweit sie sich für KI-Pilotprojekte eignen.

(ID:44648208)