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The Internet of S**t Ablästerhotline für Technikgefrustete

Redakteur: Jürgen Schreier

Smart heißt intelligent. Doch manches intelligente Produkt finden seine Nutzer gar nicht smart, weil es nicht tut, was es eigentlich tun soll. Der Entwicklungsdienstleister Semcon hat deshalb eine Hotline aufgeschaltet, wo Technikfrustierte mal ordentlich Dampf ablassen können.

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In dem Musikvideo „The Internet of S**t-Lied“ verstrickt sich die Marionette Alex immer mehr im Netzwerk seiner smarten Produkte.
In dem Musikvideo „The Internet of S**t-Lied“ verstrickt sich die Marionette Alex immer mehr im Netzwerk seiner smarten Produkte.
(Bild: Semcon)

Haben Sie das manchmal Gefühl, dass die Technik die Kontrolle übernimmt- so wie in dem SciFi-Streifem Robot "Robot Overlords - Herrschaft der Maschinen", in dem intelligente Roboter den technisch weit unterlegenen Menschen zu ewigem Hausarrest verdammen? Dann sind Sie nicht allein! Bei einer aktuellen Umfrage des schwedischen Technologieunternehmens Semcon gaben 60 % der Probanden an, dass Technik sie frustriere. Eigentlich paradox: Denn zugleich umgibt sich die Menschheit mit immer mehr komplexen Produkten. 30 Milliarden Geräte werden bis zum Jahr 2020 vernetzt sein.

Smarte Fernseher und Streaming-Apps strapazieren die Nerven

Zugleich ist die Technik ist auch das frustrierendste Moment im Alltag - noch vor Verkehrsstaus und lauten Nachbarn. Smarte Fernseher und Streaming-Apps stehen ganz oben auf der Liste nerviger vernetzter Produkte ganz oben. Die Hälfte der Befragten sagt, sie seien so frustriert gewesen, dass sie das betreffende Produkt nicht mehr verwendet hätten oder zu einem anderen Produkt gewechselt wären.

Was am meisten frustriert:

  • 1. Technik
  • 2. Verkehrsstaus
  • 3. Laute Nachbarn
  • 4. Telefon-Warteschleifen
  • 5. Verspätete Busse

Die frustrierendsten vernetzten Technologien:

  • 1. Smarte Fernseher
  • 2. Streaming-Apps
  • 3. Autos
  • 4. Soundsysteme
  • 5. Überwachungssysteme

Hotline für von Technik gefrustete Menschen

Um diesen Frust zu lindern, richtet Semcon nun eine Hotline ein, bei der jeder anrufen und mit den firmeneigenen Fachleuten für Benutzerfreundlichkeit sprechen oder einfach nur Dampf ablassen kann. Erreichbar ist die Hotline an Wochentagen vom 15. Juni bis 22. Juni unter +46 10-1782210.

Gleichzeitig kommt das etwas schräge Musikvideo „The Internet of S**t-Lied“ mit der Marionette Alex in der Hauptrolle heraus.

Die Kampagne, mit einem ironischen Augenzwinkern präsentiert, weist darauf hin, dass offenbar viele Produkte, die sich smart nennen, allem Anschein nach entwickelt wurden, ohne sich Gedanken über den Anwendernutzen zu machen.

„Vernetzte Technologien bietet ein großartiges Potenzial, aber man muss die Dinge in der richtigen Reihenfolge angehen. Technik soll Endbenutzern einen Mehrwert bieten, und nicht frustrieren. Leider wird derzeit unnötig viel Geld in die Entwicklung von Produkten investiert, die den tatsächlichen Bedürfnissen von Benutzern nicht gerecht werden“, sagt Markus Granlund, Vorstandsvorsitzender und CEO von Semcon.

30 Milliarden vernetzter Geräte im Jahr 2020

Die Entwicklung des Internets der Dinge weist für die kommenden Jahre steil nach oben. Vorhersagen gehen davon aus, das es im Jahr 2020 rund 30 Milliarden vernetzte Produkten geben wird und dafür Investitionen in Höhe von 1,29 Billionen US-Dollar getätigt werden. Andererseits zeigen Untersuchungen von Unternehmen wie Accenture, dass viele Verbraucher dem Wert vernetzter Produkte skeptisch gegenüberstehen und sich fragen, wozu diese gut sein sollen.

„Der Markt vernetzter Produkte ist reif für tiefgreifende Umwälzungen und es stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung, aber es kann auch leicht schiefgehen. Wir können helfen, präziser zu werden, so dass smarte Produkte wirklich Mehrwert bieten – und sowohl für Industriekunden als auch für Verbraucher im Alltag funktionieren“, sagt Markus Granlund.

Semcon mit Sitz in Göteborg sieht sich als Partner für alle Phasen der Produktentwicklung: von der Zielgruppenanalyse und den Konzepten bis hin zu Produktionssystemen und Nutzersupport. Semcon arbeitet dabei stets ausgehend von den Bedürfnissen und Verhaltensweisen der Endbenutzer. Das liefert die Grundlage für die Produktentwicklung und ist absolut entscheidend, wenn man smarter Technologie wirklichen Mehrwert verleihen will.

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