IoT in der Praxis

7 Tipps, wie Sie Ihr Netzwerk für das Internet der Dinge vorbereiten

| Autor / Redakteur: Thomas Timmermann / Redaktion IoT

Das Netzwerk im IoT-Zeitalter
Das Netzwerk im IoT-Zeitalter (Paessler AG)

Das Internet der Dinge kommt – das steht fest. Damit Ihr Netzwerk nicht davon überrascht wird, sondern auf die Unterstützung einer Vielzahl von angeschlossenen Geräten vorbereitet ist, sollten Sie diese 7 Tipps beachten.

1. Einrichtung eines IoT-Gateways

Mit einem IoT-Gateway können Sie verschiedene IoT-Geräte und -Sensoren verwalten, ihre Domänen in die Netzwerkdomäne einbinden, Protokolle der einzelnen „Dinge“ konvertieren und jedes einzelne IoT-Datenelement an sein passendes Ziel weiterleiten – sei es innerhalb des Netzwerks oder zur sofortigen Weiterverarbeitung an periphere Computer. IoT-Gateways verwalten und unterstützen die zunehmende Anzahl von Wireless-Protokollen, die von neuen Geräten und Anwendungen benötigt werden. Sie können ein IoT-Gateway verwenden, um das Netzwerk in Echtzeit vor Sicherheitsrisiken zu schützen, die durch IoT-Schwachstellen entstehen.

2. Bereitstellung von Netzwerkkapazität und Bandbreite

Aufgrund der steigenden Anzahl von IoT-Geräten wird auch der Netzwerkverkehr zunehmen. Dies erhöht natürlich außerdem den Bandbreitenbedarf. Sie können ein SDN-Konzept so planen, dass Netzwerkressourcen automatisch und dynamisch zugewiesen werden, einschließlich der Bandbreite zwischen den IoT-Anwendungen und gemäß den Prioritäten, die in den Richtlinien festgelegt sind. Solche Richtlinien könnten beispielsweise einen Bandbreitenkalender für IoT-Geräte umfassen, die nur in bestimmten Zeitabständen Daten senden. Dieses Beispiel zeigt, wie es SDN jeder Anwendung ermöglicht, trotz begrenzter Netzwerkressourcen optimal zu funktionieren. „A Software-Defined Networking Architecture for the Internet of Things“ präsentiert eine Herangehensweise an das IoT, die SDN nutzt. Sie sollten außerdem sicherstellen, dass Ihre WAN- und LAN-Verbindungen genügend Bandbreite bieten, um Ihre Datenübertragungsanforderungen zu erfüllen – idealerweise mit der Option, bei Bedarf kurzzeitig in einen Burst-Modus schalten zu können.

3. Vorbereitung des Netzwerks auf die Analyse großer Datenmengen

Es ist oft schneller, effizienter und kostengünstiger, IoT-Daten am Netzwerkrand zu analysieren; dort, wo IoT-Geräte die Daten produzieren und sammeln. Für viele Anwendungen, z.B. solche, die auf drohende Gerätefehlfunktionen reagieren, ist es von entscheidender Bedeutung, dass diese Analyse in Sekundenschnelle durchgeführt wird; das Zurücksenden der Daten zur Verarbeitung ins Netzwerk würde dies erschweren. Um große Datenmengen aus dem IoT zu analysieren, sollten Sie Edge-Server mit der für die Datenanalyse notwendigen Rechenleistung und Kapazität bereitstellen. Stellen Sie sicher, dass sich die Server für die jeweiligen IoT-Umgebungen eignen. Einige akademische Quellen halten in diesem Rahmen Fog Computing für besser geeignet als Edge Computing.

4. Vorbereitung des Netzwerks auf die Speicherung großer Datenmengen

IoT-Datensätze gibt es in verschiedenen Größen und von unterschiedlichem Wert; einige davon sind für das Unternehmen sehr bedeutend, andere kaum. Die Relevanz der Daten kann sich allerdings mit der Zeit ändern. Diese Faktoren führen zu Unsicherheiten darüber, welche Speicherarten, -ebenen und -zeiten für das IoT geeignet sind. IoT-Daten belasten den Speicher erheblich. „Cloud Customer Architecture for IoT“ vom Cloud Council nennt skalierbaren Cloud Storage als möglichen Lösungsansatz für das IoT. Für die Datenspeicherung auf oder in IoT-Geräten sollten Sie MRAM- oder 3D XPoint-Technologie in Betracht ziehen.

5. Upgrade auf IPv6, um die Vielzahl neuer Geräte optimal zu unterstützen

Das IoT wird viele IP-Adressen für die neuen „Dinge“ benötigen. Daraus entsteht die Schwierigkeit, sie alle über IPv4 bereitzustellen. Stellen Sie Ihr Netzwerk rechtzeitig auf die Unterstützung von IPv6 um, damit Sie der wachsenden Anzahl von Geräten immer einen Schritt voraus sind. Erkundigen Sie sich dazu bei den Anbietern von IoT-Hardware, ob deren Geräte IPv6 unterstützen.

6. IoT-gerechte Absicherung des Netzwerks

Sie haben sicherlich schon von Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit IoT gehört, wie z.B. Probleme beim Patchen oder bei Standard-Zugangsdaten, die Sie nicht ohne Weiteres aktualisieren können. Der Schutz Ihres Netzwerks kann durch Risikoanalysen, Geräte- und Protokollprüfungen sowie IoT-Richtlinien und Richtliniendurchsetzung gewährleistet werden. Wählen Sie IoT-Anbieter sorgfältig aus und fragen Sie beispielsweise, wie sie jedes einzelne der Sicherheitsrisiken minimieren.

7. Die Netzwerküberwachung für das IoT einrichten

Die schiere Anzahl und Art der IoT-Geräte und die sich ständig verändernden IoT-bezogenen Netzwerkereignisse erfordern eine robuste Netzwerküberwachung. Planen Sie voraus, um eine flexible und skalierbare Netzwerküberwachung zu gewährleisten, die alle relevanten Faktoren hinsichtlich IoT einbezieht.

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