Netzwerk 5G-Forschungsprojekt für Produktion in KMU

Quelle: Pressemitteilung

Unter der Leitung der Hochschule Aalen soll herausgefunden werden, wie 5G als Campus-Netz in der Fertigung von KMU eingesetzt werden kann. Vorgesehen ist dafür eine möglichst einfach einsetzbare Vernetzungs- und Ortungstechnik mit Small-Cells.

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Laut Doris Aschenbrenner soll die 5G-Lösung möglichst einfach zu bedienen sein.
Laut Doris Aschenbrenner soll die 5G-Lösung möglichst einfach zu bedienen sein.
(Bild: Jan Walford / Hochschule Aalen)

Mit der Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Höhe von vier Millionen Euro hat die Hochschule Aalen ein Projekt zu 5G ins Leben gerufen. Wie die Hochschule mitteilt, soll zu der Frage „Wie kann der Mobilfunkstandard 5G als Campus-Netz in der Fertigung von KMU eingesetzt werden, um Produktionskosten zu reduzieren?“ geforscht werden.

Konkret soll in dem Projekt der Einsatz von „Small-Cells“ erforscht werden. Dabei handelt es sich um kleine mobile Funkzellen, die gemeinsam ein Campus-Netzwerk bilden können, das autark und ohne eine Internet-Verbindung zu Mobilfunkanbietern funktionieren kann. Die Small-Cells sollen auch verschiedene Kommunikations- und Ortungstechnologien integrieren können. „Das gibt Unternehmen die Freiheit, in einer stark veränderten Zeit sich nicht auf eine Informations- und Kommunikationstechnologie festlegen zu müssen, sondern auch in Zukunft flexibel vernetzt zu bleiben“, sagt Stephan Ludwig, der gemeinsam mit Doris Aschenbrenner das Projekt leitet. „Die Lösung soll einfach und ohne tiefes Spezialwissen zu bedienen sein“, so Aschenbrenner.

Flexible Vernetzung

Bei der Digitalisierung stehen gerade KMU häufig vor dem Problem, dass sie kleine Stückzahlen und große Produktvielfalt produzieren. Um die Produktion schnell, flexibel und automatisiert umgestalten zu können, braucht es eine flexible Vernetzung, die mit der Mobilfunktechnologie 5G gewährleistet werden könnte. Laut der Hochschule Aalen können mit 5G zuverlässig und reaktionsschnell Steuerbefehle über Funk übertragen und gleichzeitig Gegenstände lokalisiert werden. Dies sei für eine flexible Fertigung notwendig.

Seit Anfang 2020 können Betriebe eigene 5G-Netzwerke betreiben. Die Implementierung der Infrastruktur für ein solches Netzwerk ist aktuell vergleichsweise teuer.

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