3D-Druck-Kolumne // Juni 5 Veränderungen als Ergebnis von erfolgreich implementiertem 3D-Druck

Von Johannes Lutz

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Wird eine neue Technologie in einem Unternehmen implementiert, hat das immer Wandel zur Folge. Da sich viele Unternehmen nicht vorstellen können, welche Veränderungen 3D-Druck und additive Fertigung mit sich bringen können, gibt es darauf jetzt Antworten.

Positive Veränderungen durch den Einsatz additiver Fertigung sind kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis aktiv getriebenen Wandels.
Positive Veränderungen durch den Einsatz additiver Fertigung sind kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis aktiv getriebenen Wandels.
(Bild: 3D Industrie GmbH )

Es gibt viele Situationen im Leben, in denen man sich eingesteht: Hätte ich das früher gewusst, hätte ich anders reagiert oder viel schneller eine Entscheidung getroffen.

Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. Ähnlich ist es mit 3D-Druck. Vielen Unternehmen fehlt die Vorstellungskraft, welche Veränderungen und Vorteile aus der richtigen Nutzung der Technologie hervorgehen können.

Was für ein anderes Unternehmen schon Realität ist, ist für das eigene Unternehmen möglicherweise noch Neuland. Was jedoch sicher ist: Wenn ein anderes Unternehmen in der gleichen Branche 3D-Druck zu nutzen vermag, dann schaffen Sie das auch.

Das gilt allerdings nur dann, wenn Sie auch bereit sind, die nötigen Bedingungen dafür zu erfüllen. Ergänzend ist festzuhalten, dass die nachfolgend aufgezählten Ergebnisse nicht aus heiterem Himmel kommen, sondern von einem Projektteam angestoßen und vorangetrieben werden müssen. Als herstellerneutraler Berater habe ich bereits über 40 Unternehmen dabei begleitet, den 3D-Druck richtig zu implementieren und die nachstehenden Ergebnisse sind das Resultat von gut umgesetzten Strategien. Denn eine neue Technologie ist nur so gut implementiert, wie wir Menschen sie akzeptieren – und nutzen.

Was also ist für Unternehmen bereits Normalzustand, die auf additive Fertigung setzen?

  • 1. Bauteile am gleichen oder nächsten Tag verfügbar
    Langes Warten auf Prototypen, Handmuster, Vorrichtungen, Halterungen und Montagehilfen gehören der Vergangenheit an. Wer heute noch eine teure 5-Achs-CNC Maschine für Betriebsmittel nutzt und Fertigungskapazität für die eigenen Produktion blockiert, hat vielleicht noch eine mentale Blockade gegenüber des 3D-Drucks, die gelöst werden sollte.
  • 2. Einsparpotenzial im Bereich vier- bis fünfstelliger Beträge
    Mit einem 3D-Drucker innerhalb kürzester Zeit Geld zu sparen, kann zum Kinderspiel werden, wenn Sie regelmäßig Bauteile drucken. Theoretisch zu wissen, wie es geht, aber dann nicht mit dem Drucken von Teilen loszulegen, bringt am Ende des Tages kein positives Ergebnis.
  • 3. Keine Beschwerden seitens der Belegschaft über lange Lieferzeiten
    Es ist mit einem 3D-Drucker vollkommen normal, Bauteile innerhalb kürzester Zeit in der Hand zu halten. Es kann sogar vorkommen, dass das schneller geht, als der Kollege sich das wünscht.
  • 4. Mentale Blockaden gegenüber 3D-Druck obsolet
    Ständige Unsicherheiten, ob das Material hält, die Konstruktion passt oder der Drucker richtig eingestellt ist, sollten der Vergangenheit angehören. Kennt man die Technologie, muss man keine Angst davor haben, diese auch einzusetzen.
  • 5. Stärkung der Innovationskraft
    3D-Druck bringt viele Vorteile mit sich. So kann der Kundennutzen erhöht, eine Funktion optimiert, das Gewicht reduziert, die Montage vereinfacht, die Prozess- beziehungsweise Herstellkosten reduziert und eine viel schnellere Durchlaufzeit erzielt werden. Auch der Effekt der Nachhaltigkeit sollte nicht unterschätzt werden.

Kulturwandel durch Technologie

Ein weiterer positiver Effekt: Bieten Sie entsprechende Möglichkeiten, werden Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sukzessive beginnen, schon von Anfang an daran zu denken, Bauteile zu drucken. Dadurch zeigt sich Ihr Unternehmen viel flexibler und lässt die verhärteten Denkstrukturen hinter sich.

Übrigens ist es ein tolles Erlebnis, wenn der Kollege vom Nachbartisch im Büro mit strahlenden Augen und frisch gedruckten Bauteilen in den Händen in die Fertigung läuft. Denn dann hat das meist zum Ergebnis, dass Geld und Zeit gespart sowie die Innovationskraft im Unternehmen wieder ein Stück gestärkt wurden.

Sollten Sie mit Ihrem 3D-Druck-Hersteller oder Reseller bereits einen Rahmenvertrag für regelmäßige Materiallieferungen vereinbart haben, sind Sie kurz davor eine weitere Stufe in der erfolgreichen Implementierung geschafft zu haben. Erst dann, wenn Ihre Mitarbeiter von selbst auch bei einfachsten Bauteilen am CAD additiv konstruieren und diese dann drucken, haben Sie alles richtig gemacht.

Schließlich sollte die Antwort auf die Frage „Wie fertigen wir das?“ lauten: „Das machen wir mit 3D-Druck, weil das haben wir schon immer so gemacht.“

Die monatliche 3D-Druck-Kolumne entsteht in Kooperation mit unserem Autor Johannes Lutz von 3D Industrie. Interessieren Sie sich für weitere Themen aus der Welt des 3D-Drucks? Dann hören Sie sich den 3D-Druck-Podcast von Johannes Lutz an.

Zum Podcast

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