Suchen

Embedded-OS

40 Betriebssysteme für den Raspberry Pi

Seite: 4/16

Firmen zum Thema

Raspberry Pi fürs Klassenzimmer: PiNet und Kano Os

Klassenzimmerlösung: PiNet ist ein über Netzwerk bootbares OS für das Raspberry Pi, was den Einplatinenrechner für eine Reihe von Useraccount-basierten Desktopanwendungen interessant macht.
Klassenzimmerlösung: PiNet ist ein über Netzwerk bootbares OS für das Raspberry Pi, was den Einplatinenrechner für eine Reihe von Useraccount-basierten Desktopanwendungen interessant macht.
( Bild: PiNet Team / pinet.org.uk )

Das Raspberry Pi war von jeher als eine Lernplattform gedacht, auf der Neueinsteiger an hardwarenahe Programmierung herangeführt werden sollten. Als kostengünstiger Minicomputer hat sich die Plattform allerdings auch für generelle Unterrichts- und Bildungszwecke bewährt. Daraus resultierten auch Betriebssystemvarianten, die speziell auf diese Bedürfnisse zurechtgeschnitten sind.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 40 Bildern

Betriebssystem 6:Als eine „Klassenzimmerlösung“ versteht sich PiNet, das ebenfalls auf Ubuntu aufsetzt. PiNet ist ein Raspberry-Pi-OS, das als Client-System über ein lokales Netzwerk gebootet werden kann, während ein Ubuntu-PC als Host dient. Anwender können somit ein günstiges, Raspberry-Pi-basiertes Netzwerksystem anlegen: Useraccounts werden zentral auf einem Server gespeichert, Anwender melden sich an einem beliebigen PiNet-Rechner innerhalb des LAN-Netzes an und erhalten umgehend Zugriff auf Ihre individuellen Daten und die am Account installierte Software.

Aus Gründen von Bandbreite und Geschwindigkeit unterstützt PiNet ausschließlich Ethernet-Verbindungen, ein Support für WiFi-Dongles existiert offiziell nicht. PiNet unterstützt die Raspberry Pi Modelle 2 und 3 in ihren jeweiligen Varianten. Auch wenn das OS in der zum öffentlichen Download angebotenen Version seit 2016 nicht mehr wesentlich weiterentwickelt wurde, zählt es dennoch weiterhin zu den von der Raspberry Pi Foundation in NOOBS integrierten Betriebssystemen.

Betriebssystem 7: Einem expliziten Bildungs-Fokus besitzt auch Kano OS. Kano trat 2013 mit einem nur 150 Euro teurem Kickstarter-Kit erstmals an, um eine kostengünstige Bausatz-Lösung zum Erstellen eines eigenen Computers – inklusive Tastatur und Lautsprecher - auf Basis eines Raspberry Pi auch für finanziell schwächer Gestellte und in Dritte-Welt-Ländern zu ermöglichen. Insbesondere Kinder sollen hiermit auf einfach zu erlernendem Weg an Computer herangeführt werden. Entwickelt worden sei das Kano Kit nach Angabe der Entwickler für Menschen jeden Alters, aber es habe sich gezeigt, dass es vor allem Kinder zwischen 6 und 14 Jahren anspricht.

Speziell auf diese Zielgruppe zielt das Kano OS: Ein kindgerechtes Betriebssystem auf Basis von Debian Linux, mit dem auch Kinder im Alter um 10 Jahren problemlos umgehen können, um so auf verspielte Art und Weise an den Umgang mit Computern zu erlernen. Vorinstalliert ist etwa eine Software, die Grundlagen des Programmierens lehren soll, indem Blöcker hin- und hergeschoben werden – eine simplifizierte Variante des in Raspbian enthaltenen Scratch 2.0.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44770973)

Über den Autor

Sebastian Gerstl

Sebastian Gerstl

Redakteur

Thomas Kuther; Pixabay; ; Luca Soltoggio / Minibian.wordpress.com; Screenshot/DietPi.com; Robert di Marcoberardino/Screenshot; Screenshot / Snapcraft.io; Screenshot / Raspberry Pi Foundation; PiNet Team / pinet.org.uk; By Andrea `BaSh` Scarpino, via Wikimedia Commons; Kali Linux Bureau, vie Wikimedia Commons; Fedberry.org; Screenshot; volumio.org; Screenshot / Recalbox.com; Screenshot / The Docker Pirates / hypriot.com; Vergil Cola / YouTube / lightsurge2.blogspot.de; Arne Exton / raspex.exton.se; Stephen Jones / YouTube; The Boeing Company; Mark Stone/University of Washington; gemeinfrei; metamorworks - stock.adobe.com; Anna-Lena Hillenbrand; Siemens Healthineers; Palo Alto Networks