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40 Betriebssysteme für den Raspberry Pi

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Das Standardsystem: Raspbian (und abgespeckte Varianten)

Das Debian-basierte Raspbian ist das empfohlene Einsteiger-Betriebssystem für alle Varianten des Raspberry Pi. Die aktuelle Version, Raspbian "Jessie", wurde im März 2016 auf Kernel-Version 4.1 aktualisiert.
Das Debian-basierte Raspbian ist das empfohlene Einsteiger-Betriebssystem für alle Varianten des Raspberry Pi. Die aktuelle Version, Raspbian "Jessie", wurde im März 2016 auf Kernel-Version 4.1 aktualisiert.
( Bild: Screenshot / Raspberry Pi Foundation )

Betriebssystem 1: Mit Abstand am weitesten verbreitet ist das Debian-basierte Raspbian. Dies hat mehrere Gründe: Zum einen handelt es sich um das Betriebssystem, das offiziell von der Raspberry Pi Foundation unterstützt wird, was es effektiv zur Standarddistribution macht. Zum anderen wurde es von Beginn an auf das direkte Zusammenspiel mit der Raspberry Pi Hardware hin optimiert. Zudem ist Debian eine sehr einsteigerfreundliche Linux-Distribution mit einer fensterbasierten GUI, die es selbst Einsteigern leicht macht, sich an den Umgang mit der kleinen Platine schnell zu gewöhnen.

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Dies hat mehrere Gründe: Zum einen handelt es sich um das Betriebssystem, das offiziell von der Raspberry Pi Foundation unterstützt wird, was es effektiv zur Standarddistribution macht. Zum anderen wurde es von Beginn an auf das direkte Zusammenspiel mit der Raspberry Pi Hardware hin optimiert. Zudem ist Debian eine sehr einsteigerfreundliche Linux-Distribution mit einer fensterbasierten GUI, die es selbst Einsteigern leicht macht, sich an den Umgang mit der kleinen Platine schnell zu gewöhnen.

Dieses Zusammenspiel sorgt für eine große öffentliche Aufmerksamkeit und eine aktive Community, die die Distributionen pflegt und kontinuierlich weiterentwickelt. Zudem existiert für dieses Betriebssystem bereits von Anbeginn an eine große Anzahl an Bildungs- und Lerntools für Programmierung oder Entwicklung, die sich sowohl an Anfänger als auch an fortgeschrittene Nutzer richten. All dies hat Raspbian fest als das Standard-Betriebssystem für Raspberry-Pi-Anwendungen etabliert. Die frühen Raspbian-Versionen basierten auf dem dritten Debian-Kernel, genannt „Wheezy“. Der zum Zeitpunkt dieses Artikels aktuellste OS-Standard, Raspbian „Jessie“, verwendet Kernel-Version 4.9 (Stand 21. Juni 2017).

Mit dem Umstieg auf Kernelversion 4 ist das Betriebssystem im Vergleich zu früher eine Spur Einsteigerfreundlicher geraten: Statt in dem Terminal startet Raspbian nun standardmäßig direkt in die grafische Nutzeroberfläche. Neben einer verbesserten Performance bekam das OS zudem einige zusätzliche Komfortfunktionen spendiert, etwa ein integriertes LibreOffice, grafische Konfigurationsmenüs oder ein Auswurfknopf zum sicheren Entfernen von USB-Geräten direkt auf dem Desktop. Version 4.9 brachte neben zusätzlichen Gerätetreibern eine wesentliche Optimierung von Performance und Security mit sich.

Da sich Raspbian in erster Linie an Einsteiger richtet, besitzt das Betriebssystem standardgemäß einige Features, die für zielgerichtete Anwendungen unnötig sind. Die integrierte grafische Programmierumgebung Scratch 2.0 eignet sich beispielsweise dazu, mit Hilfe von Blöcken und Modulen an die Programmierung herangeführt zu werden – bestens geeignet Für Kinder und Neueinsteiger, für erfahrene Anwender allerdings unnötig. Das ebenfalls integrierte Programmpaket Mathematica eignet sich zwar hervorragend für mathematisch-naturwissenschaftliche Anwendungen, wird aber im durchschnittlichen Rechneralltag eher weniger benötigt.

Betriebssystem 2: Wer bei Raspbian bleiben, sich aber in der Anwendbarkeit des Raspberry Pi auf die wesentlichen Hardware-Aspekte konzentrieren möchte, dürfte sich für Minibian interessieren. Minibian zielt auf Embedded- oder Servar-Applikationen ab und verzichtet auf das GUI sowie auf vorinstallierte Programmpakete, was die Bootzeiten beschleunigt und viel Arbeitsspeicher freiräumt. Das Betriebssystem ist deutlich schlanker, so dass eine 1GByte-SD-Karte für den Betrieb ausreicht. Allerdings wurde Minibian schon länger nicht mehr aktualisiert, die jüngste Version (Stand März 2016) basiert noch auf dem bereits etwas veraltetem „Jessie“-Kernel 4.1.18; längere Entwicklungspausen sind hier aber nicht ungewöhnlich.

Betriebssystem 3: Auf leichte Anwendbarkeit abzielend und deutlich besser gepflegt ist hingegen DietPi, dessen bislang jüngste Version 1.52 ist (zum Zeitpunkt 17. Juni 2017). Dabei handelt es sich nicht explizit um ein abgespecktes Raspbian; das OS setzt allerdings ebenfalls auf dem Debian „Jessie“ Kernel 4.9 auf. Anders als Miniban verwendet DietPi eine grafische Benutzeroberfläche. Dennoch ist es wesentlich leichtgewichtiger und damit auch performanter als Raspbian, da standardmäßig RAM-Verbrauch als auch CPU-Belastung geringer sind. DietPi unterstützt neben dem Raspberry Pi auch andere Single Board Computer mit speziell auf sie zugeschnittenen Versionen, darunter etwa das Asus Tinker Board, den Banana Pi oder das Odroid .

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