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Embedded-OS

40 Betriebssysteme für den Raspberry Pi

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Nicht Linux-basiert: RISC OS, Windows 10 IoT Core und BSD-Varianten

Das auf ARM-Prozessoren spezialisierte RISC OS war schon von früh auf eine Alternative zu den überwiegend Linux-basierten Betriebssystemen für das Raspberry Pi.
Das auf ARM-Prozessoren spezialisierte RISC OS war schon von früh auf eine Alternative zu den überwiegend Linux-basierten Betriebssystemen für das Raspberry Pi.
( Bild: Screenshot )

Betriebssystem 27: Eine bereits seit längerer Zeit etabliertere Alternative zu den Linux-Betriebssystemen auf dem Raspberry Pi ist RISC OS. Ursprünglich Ende der 80er Jahre von der britischen Firma Acorn für den ARM-basierten Archimedes-Heimcomputer entwickelt, wird das OS seit 2006 in einer offenen Variante weiter gepflegt. Da es speziell für den Einsatz auf ARM-Architektur ausgelegt ist, eignete sich das schnelle und auf kooperatives Multitasking ausgelegte Betriebssystem gut für den Einsatz auf schlanken, sparsamen Einplatinenrechnern.

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RISC OS fand schon 2008 seinen Weg auf die BeagleBoards und findet seit 2012 auch auf dem Raspberry Pi eine aktive Fangemeinde. RiscOS zählt auch zu den Betriebssystem, die von der Raspberry Pi Foundation als Alternative zu Raspbian empfohlen werden.

Betriebssystem 28: Versuche, Windows-Betriebssysteme auf dem Raspberry Pi zum Laufen zu bekommen, schlugen in der Vergangenheit meist fehl. Windows-Systeme sind meist sehr Hardwarehungrig, so dass die frühen Raspberry Pi Modelle nicht die nötige Leistung aufbringen konnten. Zudem waren frühere Windows-Versionen meist nicht auf die ARM-Prozessorarchitektur ausgelegt, so dass ein stabiler Betrieb nicht möglich war. Selbst das eigentlich auf ARM-Betrieb ausgelegte Betriebssystem Windows RT benötigte mindestens 1 Gigabyte RAM, ein Anspruch, der selbst für ein RasPi 2 noch zu hoch ist. Einigen Hobbyisten gelang es allerdings, Windows 95 in einer emulierten Umgebung auf dem Raspberry Pi zum Laufen zu bekommen – allerdings mit einer entsprechend schlechten Performance. Drittanbieter wie der in Moskau ansässige Softwareentwickler Eltechs bieten Emulatoren an, die entsprechende x86-Anwendungen auf Einplatinenrechner wie das Raspberry Pi, Odroid und Konsorten bringen soll. Die Performance-Eindrücke sind aber eher gemischt und eher zum Spielen älterer MS-DOS-Titel geeignet.

Von daher kam Anfang 2015 Microsofts Ankündigung, eine spezielle Windows 10 IoT Version herauszubringen, die auf dem Raspberry Pi 2 sowie speziellen Arduino- und anderen Einplatinensystemen läuft, seinerzeit etwas überraschend. Inzwischen ist Windows 10 IoT Core kostenloser, vollwertiger Release für Raspberry Pi 2&3, das Dragonboard 410c und das MinnowBoardMax erhältlich. Es zählt auch mittlerweile zu den von Grund auf in NOOBS integrierten Betriebssystemen.

Microsoft wendet sich mit dem Release damit wieder mehr der Maker-Szene zu – wohl auch, um auf diese Weise engagierte Entwickler für hauseigene Produkte wie die AR-Brille HoloLens oder die Azure IoT Plattform zu erreichen. Dafür veröffentlicht Microsoft auf einem eigenen Blog samt GitHub-Repository immer wieder neue Projekte auf Windows 10 IoT Core Basis, beispielsweise einen kostenlosen, online zugänglichen Raspberry Pi Simulator. Für einen effizienten Einsatz ist hier allerdings ein Windows-10-PC sowie idealerweise ein kostenloser Azure IoT- oder Visual-Studio-Account notwendig.

Betriebssystem 29: Auch das Unix-ähnliche Open-Source-OS FreeBSD hat seinen Weg auf das Raspberry Pi gefunden. Die Release-Version FreeBSD 10.2 unterstützte zunächst nur das Raspberry Pi Modell B, Release-Candidate- und Current-Builds von FreeBSD 11 können aber von geübten Nutzern so konfiguriert werden, dass sie auf den Raspberry Pi Modellen A, B, 2 und 3 lauffähig sind. Wer sich den Aufwand sparen und dennoch FreeBSD auf seinem Einplatinenrechner einsetzen möchte, für den hält Entwickler Brad Davis mit RaspBSD eine (nur für Raspberry Pi 2 und Raspberry Pi 3 Modelle) vorgefertigte Distribution bereit, die den Funktionsumfang von FreeBSD 11-Stable enthält und auch für SBCs wie BananaPi, BeagleBone Black & Green sowie Pine64 erhältlich ist.

Betriebssystem 30: Auch die BSD-Variante NetBSD, das Derivat mit der breitesten Hardwareabdeckung, ist in Versionen für das Raspberry Pi verfügbar. Im Gegensatz zu FreeBSD lässt sich NetBSD auch auf leistungsschwächeren Pi-Modellen sinnvoll betreiben: Die im März 2017 veröffentlichte Version NetBSD 7.1 bietet nun auch Support für den Raspberry Pi Zero.

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