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Embedded-OS

40 Betriebssysteme für den Raspberry Pi

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Spielestationen für Zocker: RecalBox, RetroPie und Lakka

Die GUI Emulation Station bildet die Benutzeroberfläche von Recalbox und Retropie, zwei Projekte, die beide das Raspberry Pi in eine Emulationsplattform für zahlreiche klassische Spielesysteme verwandelt. Unter der Haube weisen die beiden Betriebssysteme allerdings einige Unterschiede auf.
Die GUI Emulation Station bildet die Benutzeroberfläche von Recalbox und Retropie, zwei Projekte, die beide das Raspberry Pi in eine Emulationsplattform für zahlreiche klassische Spielesysteme verwandelt. Unter der Haube weisen die beiden Betriebssysteme allerdings einige Unterschiede auf.
( Bild: Screenshot / Recalbox.com )

Betriebssystem 24: Das Kodi Media Center ist auch Bestandteil des Recalbox-OS, ein mit zahlreichen Emulatoren gespicktes System, das sich zu 100% an Zocker und Retro-Fans richtet. Neben dem auf seine wesentlichen Grundfunktionen beschränkten, bewährten Mediaplayer hält dieses System über 30 Emulatoren parat, darunter klassische Konsolen wie das Atari 2600, die originale Sony Playstation oder die Adventure-Umgebung ScummVM. Über das heimische Netzwerk können Anwender sogenannte ROM-Dateien in den Emulator ihrer Wahl laden.

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Aus rechtlichen Gründen hält Recalbox keine originalen Spiele von anno dazumal parat, für die Bespeisung mit Spielen muss der Anwender überweigend selbst sorgen. Dem Image liegen aber einige lizenzfreie Public-Domain-Titel bei, mit dem neugierige Zocker das System schnell testen können. Aus Performancegründen ist es empfehlenswert, mindestens ein Raspberry Pi 2, besser noch ein Raspberry Pi 3B zu verwenden. Due aktuell jüngste Recalbox-Version ist recalbox 4.0.1 final (Stand 18. Februar 2017). Ein Vorteil von Recalbox ist die leichte Anwendbarkeit: Ein Image ist ohne größere Konfiguration aufgespielt, übertragung von Spielen auf das SBC erfolgt über ein grafisches Interface per Webbrowser am PC.

Betriebssystem 25:Ebenfalls an Retro-Gamer richtet sich das Raspberry-Pi-Image RetroPie. Diese Variante verzichtet auf das Kodi Media Center, bietet dafür allerdings auch Support für Emulatoren die Recalbox nicht bietet, beispielsweise für Commodore Amiga. Dies geht aber auch mit einer etwas aufwändigeren Konfiguration einher. Das Projekt besteht schon länger als RecalBox und unterstützt auch Raspberry Pi Zero- und Raspberry Pi 1 Varianten. RetroPie unterstützt gegenwärtig 53 53 verschiedene klassische Computer- und Konsolensysteme (Stand 20. März, Version 4.2) per Emulation.

Oberflächlich sehen sich RecalBox und Retropie sehr ähnlich. Der Eindruck täuscht: Beide Systeme verwenden nur mit EmulationStation dasselbe grafische Front-End. Während Recalbox effektiv eine Ready-to-Use-Lösung darstellt, gilt RetroPie als die vielseitigere Lösung, die allerdings auch umständlicher in Handhabung und Konfiguration ist. RetroPie verfügt als das ältere Projekt dafür auch über eine überaus aktive Community und lässt sich auf Wunsch direkt als Standalone-Boot, aber auch im Nachgang zu einem bereits bestehenden Raspbian-OS dazu installieren.

Betriebssystem 26: Lakka geht einen etwas anderen Weg. Es verwendet als Front-End RetroArch, dessen GUI von der Optik und Handhabung her etwas an das Betriebssystem der Playstation 3 erinnert. Lakka wurde mit den Ziel entwickelt, möglichst schlank und schnell in RetroArch zu laden. Lakka unterstützt dabei sowohl ARM- als auch x86-basierte Plattformen und ist somit als schlanke Linux-Distrubution auch für den Einsatz auf älteren, schwächeren PCs geeignet. Anders als RetroPie und Recalbox, die zum Teil auch andere Bibliotheken verwenden, stützt sich Lakka einzig und allein auf Emulatoren auf Basis der libretro-API-Cores. Das schränkt die Vielseitigkeit ein, soll aber der Stabilität zuträglich sein – auch wenn für manche Systeme wahrscheinlich bessere Software verfügbar ist. Lakka gilt dafür als eine äußerst schnell zugängliche Variante, was auch am vertraut wirkenden GUI liegen mag.

Auch wenn die Retro-Gaming-Stationen eine relativ junge Entwicklung sind, hat ihre Popularität dazu beigetragen, dass sowohl Recalbox als auch Lakka als empfohlene Startplattformen in NOOBS (Stand: Juni 2017) integriert wurden.

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