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Autonomes Fahren

3M rüstet Fahrbahnmarkierungen mit Barcodes auf

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der amerikanische Mischkonzern 3M will Verkehrsschilder und Fahrbahnmarkierungen mit maschinenlesbaren Daten zu versehen. Die neue Technologie soll selbstfahrenden Autos eine bessere Orientierung bieten und so die Sicherheit erhöhen.

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Unsichtbare Barcodes in Fahrbahnmarkierungen oder Verkehrsschildern sollen autonome Fahrzeuge vor Gefahren warnen.
Unsichtbare Barcodes in Fahrbahnmarkierungen oder Verkehrsschildern sollen autonome Fahrzeuge vor Gefahren warnen.
(Bild: 3M)

Immer mehr Autos sind vernetzt -unabhängig vom Antriebskonzept. Denn PS, Protz und Prestige allein sind beim fahrbaren Untersatz megaout - zumindest bei internetaffineren Käuferschichten. Ein modernes Auto muss "online" gehen können und soll alle gängigen Schnittstellen zu allen relevanten mobilen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet bieten. Das Auto wird damit immer "digitaler". Selbst seine "Reinstform", das autonomes Fahrzeug - nach den Kategorien der Arbeitsgruppe „Rechtliche Folgen zunehmender Fahrautomatisierung“ der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ein Automobil der Stufe 5 -, ist längst keine Utopie mehr.

Barcodes Fahrbahnmarkierungen als Informationsträger

Auch der Erfinder des erste selbstreflektierenden Verkehrsschildes, das auch bei Dunkelheit sichtbar war, der 3M-Konzern, will mit "intelligenten Materialien" das autonome Fahren noch sicherer zu machen. So sollen unsichtbare Barcodes in Verkehrsschildern und Fahrbahnmarkierungen über Tempolimits und Fahrbahnsperren informieren und Koordinationsdaten übermitteln. Die Technologie ergänzt bereits vorhandene Kamera- und GPS-basierte Systeme. Die Lösungen von 3M funktionieren auch bei Regen, Nebel und Schnee; sie benötigen keinen Strom, keine Elektronik und kein GPS.

Erste Test sind bereits angelaufen

Derzeit testet 3M seine intelligenten Materialien auf verschiedenen Teststrecken, unter anderem in Michigan (USA). Als Kooperationspartner konnte das Unternehmen die US-Autohersteller Ford und General Motors gewinnen. Gemeinsam mit dem Verkehrsministerium des Bundesstaates und weiteren Partnern aus der Industrie werden dort Baustellen mit Hilfe der neuen Technologie abgesichert. Selbstfahrende Autos reduzieren ihr Tempo frühzeitig, um die Baustelle vorsichtig zu passieren.

Auch in Deutschland wird der Multitechnologiekonzern die Materialien für Teststrecken zur Verfügung stellen. Aktuell laufen erste Gespräche mit Unternehmen aus der Automobil- und Telekommunikationsbranche.

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