Additive Bauindustrie 3D-gedruckte Hausmodule aus recyceltem Kunststoff vorbestellbar

Der US-Start-up Azure recycelt Kunststoffe und druckt daraus Wohnmodule wie Büros oder Gästehäuser. Wie das Unternehmen bezugsfertige 3D-gedruckte Einheiten herstellten möchte, die gleichzeitig günstiger und nachhaltiger sind.

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Ab 100.000 US-Dollar ist dieses Modul von Azure Printed Homes in den USA vorbestellbar.
Ab 100.000 US-Dollar ist dieses Modul von Azure Printed Homes in den USA vorbestellbar.
(Bild: Azure Printed Homes)

Azure Printed Homes aus Kalifornien wechselt in den Produktivmodus: In Los Angeles hat das Unternehmen eine 15.000 Quadratmeter große Fabrik eröffnet. In der Fabrik druckt ein speziell angefertigter 3D-Drucker Hausmodule auf Kundenwunsch. Die Spannweite reicht dabei vom Homeoffice, das ab etwa 24.000 US-Dollar verfügbar ist, bis zu größeren Einheiten, die als Gästehaus genutzt werden könnten und ab circa 100.000 US-Dollar erhältlich sind. Von anderen 3D-Bauunternehmen grenzt sich Azure vor allem durch das verwendete Material ab: Zum Einsatz kommen recycelten Materialien, vor allem Kunststoffe, anstelle von neuen Ressourcen.

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Nachhaltiger, schneller und günstiger?

"Der Bausektor ist der weltweit größte Verbraucher von Rohstoffen und für etwa 20 Prozent der gesamten Kohlenstoffemissionen der Welt verantwortlich", so Gene Eidelman, Mitgründer von Azure. "Unsere Verantwortung gegenüber unseren Kunden und zukünftigen Generationen besteht darin, die nachhaltigsten Methoden anzuwenden, die man sich vorstellen kann“, erklärt Eidelman weiter.

So konstruiert Azure 3D-gedruckte Hausmodule:

Mit den 3D-gedruckten Hausmodulen aus Recyclingmaterial möchten die Kalifornier nun einen Schritt Richtung Kreislaufwirtschaft schaffen. Wie viele Emissionen oder Abfälle im Vergleich zu herkömmlichen Bauverfahren eingespart werden, gibt das Unternehmen noch nicht bekannt. Allerdings soll das Verfahren um 70 Prozent schneller und 30 Prozent günstiger als konventionelles Bauen sein.

Bezugsfähige Hausmodule aus einem Guss

"Wir haben die Produktionseffizienz nicht nur dadurch gesteigert, dass wir die Fortschritte im 3D-Druck nutzen, sondern auch dadurch, dass wir ein Design und einen Prozess entwickelt haben, der in nur 12 Stunden abgeschlossen ist", erklärt Ross Maguire, Mitgründer von Azure. So sollen die gesamte Struktur, die äußere Ummantelung, die Wasserschutzbarriere, der Außenanstrich, Hausanschlüsse und Lehrrohre für die Stromversorgung bereits komplett verbaut sein. Die Module sind also nach der Anlieferung schon bezugsfähig.

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