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Expertenbeitrag

Dr. Jens J. Gerber

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SVP Business Development, Mitglied der Geschäftsleitung

Trend-Dossier 2020 3 große Technologie Trends für 2020

Autor / Redakteur: Dr. Jens J. Gerber / Elisa Mundt

Auch 2020 bleibt die technische Entwicklung nicht stehen. Um mit den kommenden Herausforderungen souverän umzugehen, sollte 2020 der Fokus auf drei Tech-Trends gelegt werden.

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Was sind die drei großen Trends für die IoT-Branche im Jahr 2020?
Was sind die drei großen Trends für die IoT-Branche im Jahr 2020?
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Angesichts des derzeitigen disruptiven Wandels von Wirtschaft und Gesellschaft ist für den Erfolg entscheidend, dass Unternehmen Technologietrends erkennen. Diese sind es auch, die wiederum die Expansion des Internet of Things maßgeblich forcieren werden.

Trend 1: Dezentral oder: alles von überall

Immer mehr Verbraucher nutzen mobile Dienste und erwarten, dass sie Leistungen jederzeit, ohne Verzögerung und von überall abrufen können. Unternehmen müssen daher in der Lage sein, Lösungen und Services stets sicher und unterbrechungsfrei anzubieten. Das gelingt ihnen nur erfolgreich, indem sie auf eine dezentrale IT-Infrastruktur setzen – und diese damit diversifizieren. Stichwort Cloud und Colocation. Denn gerade unter den zu erwartenden Leistungsspitzen des IoT reichen die eigenen Kapazitäten an Rechenleistung, Skalier- und Verfügbarkeit nicht aus.

Laut der Studie Erfolgreiche Geschäftsmodelle mit IoT-Plattformen und Eco-Systemen von Crisp Research in Kooperation mit maincubes sieht auch die Mehrheit der Unternehmen das so: 54 % von Ihnen können die Anforderungen der IoT-Projekte nur zum Teil mit ihrer bestehenden IT-Infrastruktur erfüllen – 9 % sehen sich dazu gar nicht in der Lage. Das Bestreben, die IT-Infrastrukturen über hochprofessionelle Colocation-Services hosten zu lassen und zugleich verschiedene Cloud-Modelle –als hybrider Mix von Public und Private Clouds – zu nutzen, wird auch 2020 weiter an Bedeutung gewinnen.

Trend 2: Lösungen wie angegossen

Ein weiterer Trend sind passgenaue Services und individuelle Produkte für Geschäfts- wie auch für Privatkunden. Dazu müssen allerdings immer mehr Devices miteinander verbunden und Daten untereinander ausgetauscht werden. Denn nur so entstehen Datenquellen, aus denen Lösungen wie On-time Produkte, Predictive Maintenance, KI mittels künstlicher neuronaler Netze und vieles mehr entstehen können.

Gleichzeitig soll laut Statista im kommenden Jahr bereits die Marke von drei Milliarden IoT-Geräten geknackt werden. Dass das IoT boomt, bestätigt auch die Crisp-Studie: So beschäftigen sich 94 % der befragten Unternehmen mit dem Thema oder planen konkret, das zu tun. Und mehr als die Hälfte sieht IoT als Grundlage neuer vernetzter Produkte und datenbasierter Geschäftsmodelle.

Um einerseits die dort entstehenden Datenmengen zu bewältigen und andererseits die Connectivity zwischen Devices und Datenpools sicher sowie zuverlässig zu gewährleisten, braucht es digitale Plattformen und Eco-Systeme gestützt auf der Infrastruktur von Colocation-Rechenzentren. Hier können Mitglieder sich austauschen, Tools und Services miteinander teilen und so Lösungen entwickeln, die passgenau auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind.

Trend 3: Transparenz und Schutz

Je mehr Daten erhoben, vorgehalten, untereinander geteilt und analysiert werden, desto wichtiger wird es, diesen Datenreichtum einerseits umfangreich zu schützen und zugleich für ausreichend Transparenz zu sorgen.

Mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wurde 2018 in Europa bereits ein weitreichender Rahmen für personenbezogene Daten in Gesetzesform gegossen. Es muss aber auch darüber hinaus dafür gesorgt werden, dass im Zuge des IoT die Sicherheit von Unternehmens-, Kunden- und Maschinendaten gewahrt bleibt. Zudem müssen Daten-Owner Mechanismen an die Hand bekommen, um ihre Souveränität zu gewährleisten.

Das gilt vor allem in Zeiten von zunehmend dezentraler Infrastruktur wie bei der Auswahl von Colocation-Rechenzentren.

Ganz oben auf der Agenda steht:

  • Datenschutz
  • Datensicherheit
  • Datensouveränität

Das sehen die Experten von Gartner in einer jüngsten Analyse ganz ähnlich und plädieren daher dafür, dass Unternehmen sich auf drei Bereiche konzentrieren sollten, um Transparenz und Kontrolle sicherzustellen: Künstliche Intelligenz / Machine Learning, Festigung von Datenschutz, Eigentum und Kontrolle personenbezogener Daten sowie ein ethisch ausgerichtetes Design.

Da mit der Menge an Daten zugleich auch das Bewusstsein gegenüber ihrem Schutz und einem transparenten Umgang weiter ansteigt, wird dieser Trend auch 2020 noch mehr in den Fokus rücken.

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