Additive Fertigung

Weltweit erste 3D-Drucker-Fabrik eingeweiht

| Redakteur: Bernhard Richter

Das markante 7-geschossige Bauwerk ist in Architektur und Innenarchitektur ein Aushängeschild für die noch junge Fertigungstechnik 3D-Druck.
Das markante 7-geschossige Bauwerk ist in Architektur und Innenarchitektur ein Aushängeschild für die noch junge Fertigungstechnik 3D-Druck. (Bild: konstruktionspraxis/Richter)

Anlässlich des 7. Technologietages der FIT AG präsentierte das Unternehmen mit Sitz in der Oberpfalz die neue Fertigungshalle sowie das umfangreiche Spektrum an Leistungen. Rund 1200 geladene Gäste, darunter Staatsminister Markus Söder (CSU), konnten sich ein Bild von der weltweit ersten 3D-Drucker-Fabrik machen.

Bereits zum 7. Mal fand der Technologietag der FIT AG statt. Im Rahmen dieser Hausausstellung konnten sich Fachleute und fachlich Interessierte industriellen 3D-Druck, oder richtiger, additive Fertigung, live anschauen. Eine qualitativ hochwertige Vortragsreihe rundete die Praxiseindrücke ab. Die FIT AG ist eines der erfolgreichsten Service-Unternehmen in der Additiven Fertigung und hat ihren Firmenhauptsitz im oberpfälzischen Lupburg. Ihre Kunden kommen unter anderem aus der Automobilbranche und dem Motorsport, aber auch aus der Medizintechnik und Luft- und Raumfahrt.

Rückblick

2015 hat das Unternehmen angekündigt, 20 Millionen Euro in die erste Fabrik zu investieren, die rein auf die Additive Fertigung ausgerichtet ist. Die Zwischenzeit hat FIT genutzt, die Fertigung auf zwei Stockwerken auf industriellen Maßstab zu heben. Ein ganzes Stockwerk ist der Additiven Fertigung von Metallteilen gewidmet, so dass die Firma heute die größten Kapazitäten für additiv gefertigte Metallteile weltweit beanspruchen kann. Ein weiteres Stockwerk steht für die Additive Fertigung von Kunststoffteilen, meist Prototypen für den Fahrzeugbau, zur Verfügung. In ihrem Maschinenpark nutzt FIT eine Vielzahl von Verfahren und Maschinen, insbesondere im Bereich der Qualitätssicherung sowie ergänzender additiver Verfahren für die Herstellung von Klein- und Sonderserien.

Die weltweit erste Fabrik rein für Additive Fertigung

„Für uns waren die letzten drei Jahre erfreulicherweise durch ein starkes Wachstum geprägt. Wir konnten unsere bestehenden Kundenbeziehungen erfolgreich ausbauen und wichtige neue Kunden hinzugewinnen. Durch erfolgreiche Akquisitionen und Beteiligungen schärften wir weiter unser Profil als führender Anbieter in den Bereichen Additive Fertigung und Prototypenbau“, erklärt Carl Fruth, Firmengründer und Vorstandsvorsitzender der FIT AG.

Die FIT Factory ist in einem internationalen Umfeld einzigartig in Bezug auf Fertigungskapazität und Automatisierungstechnik und soll als Vorlage für weitere AM-Fabriken der FIT Gruppe dienen. Auch das neue, größere Verwaltungsgebäude mit Arbeitsplätzen für über 200 Mitarbeiter wurde am Technologietag eingeweiht.

Bürogebäude als Aushängeschild für ein neuartiges Unternehmen

Das markante 7-geschossige Bauwerk für die Verwaltung ist in Architektur und Innenarchitektur ein Aushängeschild für die innovative Technik und Entwicklungsarbeit der FIT AG. Der vermeintlich geschlossene Kubus mit goldfarbenen Fassadenakzenten besteht aus durchbrochenen Stabgitterblechen, deren anodisierte Metalloberfläche sich im wechselnden Tageslicht sowie bei unterschiedlichen Temperaturen in einem changierendem Farbenspiel mit Grün, Gold und anderen Farben präsentiert.Zentraler Raum ist das innere große Atrium, dessen Luftraum konisch über alle Geschosse bis zum Oberlicht im Dach läuft. In den Raum springen abwechselnd gesetzte Besprechungserker, die in allen Geschossen interessante Ausblicke und Blickbeziehungen zwischen Büros Empfangsbereich und Ebenen erlauben.

Hausausstellung im laufenden Betrieb

Zu den unterschiedlichen Themen der FIT AG wurden den ganzen Tag über durchgehend Führungen organisiert. Interessierte konnten sich so einen direkten Eindruck vom modernen Büroturm, der auf Additive Fertigung spezialisierten FIT Factory sowie sich am alten Standort Eichenbühl über Additiv unterstützte konventionelle Fertigung, Veredelung und Qualitätssicherung informieren.

Besucherzahlen haben Erwartungen übertroffen

„Bereits im Vorfeld konnten wir über 1200 Anmeldungen verzeichnen“, freut sich Carl Fruth „Das Interesse an industrieller Additiven Fertigung ist riesig. Das zeigt uns, dass wir mit unserem Ansatz einer skalierbaren Additiven Fertigung auf höchstem Niveau auf dem richtigen Weg sind.“ Das Interesse war branchenübergreifend. Bemerkenswert war die Qualität der Fachbesucher, die sich in der Regel bereits sehr gut in der Materie auskannten und ganz gezielte Fragen hatten. (br)

Dieser Beitrag ist bei unserem Partnerportal konstruktionspraxis erschienen.

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