Arbeitsplatz 4.0

Von Kopf bis Fuß auf den Mitarbeiter eingestellt

| Autor: Jürgen Schreier

Der Arbeitsplatz 4.0 passt sich dem Mitarbeiter an. Beispielsweise stellt sich die Höhe des Arbeitstisches auf die richtige Größe ein.
Der Arbeitsplatz 4.0 passt sich dem Mitarbeiter an. Beispielsweise stellt sich die Höhe des Arbeitstisches auf die richtige Größe ein. (Bild: Robert Bosch)

Der Industriearbeitsplatz der Zukunft ist voll vernetzt und stellt die Bedürfnisse des Mitarbeiters in den Mittelpunkt. Ein Bild davon kann man sich auf der Hannover Messe 2017 machen. Dort präsentiert Bosch den "Arbeitsplatz 4.0".

„Der Arbeitsalltag in der Fertigung wird sich in den kommenden Jahrzehnten grundlegend ändern. Mensch und Maschine werden enger zusammenarbeiten als je zuvor. Industrie 4.0 unterstützt Mitarbeiter und erleichtert ihnen die Arbeit“, ist Dr. Stefan Hartung, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und dort verantwortlich für den Bereich Industrial Technology, überzeugt. Der auf der Hannover Messe 2017 gezeigte Arbeitsplatz passt sich dem Mitarbeiter an. Beispielsweise stellt sich die Höhe des Arbeitstisches auf die richtige Größe ein. Arbeitsanleitungen erhält der Mitarbeiter per Projektion in der gewünschten Geschwindigkeit.

Eine zentrale Rolle spielt dabei der APAS assistant, ein berührungslos kollaborierender Roboter, der sich trotz 1,75 Meter "Lebensgröße" mühelos und vorsichtig bewegt und - so Bosch - obendrein keine Fehler macht. „Dank digitaler Vernetzung und Produktionsassistenten wird die tägliche Arbeit in der Industrie unbeschwerlicher, produktiver und sicherer“, erläutert Bosch-Manager. Kollaborative Roboter wie der APAS assistant sind bereits bei diversen Automobilherstellern und -zulieferern Im Einsatz. Auch auch in der Gebrauchsgüterproduktion hat man ein Auge auf diese flexiblen Arbeitsplätze geworfen.

Die denkende Maschine unterstützt den Mitarbeiter

Mensch und Maschine arbeiten am Arbeitsplatz 4.0 eng zusammen. Ein Beispiel dafür ist der APAS inspector, der ebenfalls auf der Hannover Messe 2017 zu sehen sein wird. Er erkennt mithilfe lernender Bildverarbeitung automatisch, wenn die Materialoberfläche eines Fertigungsteils nicht den Vorgaben entspricht. Dazu muss der der Mitarbeiter der Maschine lediglich einmal beibringen, welche Abweichung sie noch tolerieren darf, und ab wann ein Teil aussortiert werden muss. Dann kann der APAS inspector dank seiner künstlichen Intelligenz das Gelernte auf alle folgenden Qualitätsprüfungen übertragen und diese eigenständig durchführen. Dem Mitarbeiter wird so die Ausführung eintöniger Tätigkeiten erspart; außerdem verspricht Bosch eine gleichbleibende Teilequalität.

Die am Arbeitsplatz 4.0 erzeugten Maschinendaten werden per Vernetzung zusammengeführt, analysiert und visualisiert. Auf einem Bildschirm erhalten die Mitarbeiter Informationen über den Zustand der Fertigungsumgebung - zum Beispiel mittels Taktzeitanalyse oder Teile- und Fehlerzähler. So können sie jederzeit erkennen, ob alles nach Plan läuft. „Vieles, was Mitarbeiter zuvor unnötig Zeit gekostet hat, lässt sich dank digitaler Vernetzung schnell und einfach erledigen“, weiß Dr. Stefan Aßmann, Leiter Connected Industry bei Bosch.

Nach einer Studie des Beratungsunternehmens Accenture, das mehr als 1000 Arbeitnehmer in Deutschland zu den Veränderungen im Beruf durch neue Technologien befragte, ist die große Mehrheit der Umfrageteilnehmer (84 Prozent) der Ansicht, dass der Einsatz von neuen Technologien sich positiv auf ihre Arbeit auswirken wird. Weltweit sagen mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmer, dass Technologien wie Roboter, Datenanalytik und künstliche Intelligenz ihnen dabei helfen werden, effizienter zu arbeiten (74 Prozent), neue Fähigkeiten zu erlernen (73 Prozent) und insgesamt die Qualität ihrer Arbeit zu steigern (66 Prozent).

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