Industrial IoT

Startups machen Ernst

| Redakteur: Nikolas Fleschhut

Startups machen ernst: auf der CUBE Tech Fair in Berlin zeigen junge Unternehmen, wie Sie Ihre Branche digital verändern werden.
Startups machen ernst: auf der CUBE Tech Fair in Berlin zeigen junge Unternehmen, wie Sie Ihre Branche digital verändern werden. (Bild: iStock / Onfokus)

Es geht nicht mehr darum, das nächste Zalando zu klonen oder weitere Vergleichsportale für Gebrauchtfahrzeuge im Dutzend zu produzieren. Startups machen nicht nur Ernst damit, die industrielle Wirtschaft auf ein höheres Niveau zu heben. Die Startups der jüngsten Generation entdecken auch den Umweltschutz, das Gesundheitswesen und Nachhaltigkeit als neue Fokuspunkte.

Dieser Wandel in Zielsetzung und Perspektive wird bei der erstmals stattfindenden Hightech-Messe CUBE Tech Fair deutlich, die vom 10. bis 12. Mai im CityCube Berlin stattfindet. Mehr als 3000 Besucher treffen dort auf 250 Startups aus aller Welt, um ganz konkret die vierte industrielle Revolution mitzuerleben. Die Innovation und Disruption, die durch die digitale Transformation stimuliert werden, sind so facettenreich, dass es immer schwieriger wird, die überzeugendsten Geschäftsideen auszuwählen. Aber hier sind einige der beeindruckendsten Szenarien, die das Zeug haben, die Welt, in der wir leben, zu verändern:

Smart Farming

Man muss sich einmal vorstellen, dass 80 Prozent der weltweiten Nahrungsmittelproduktion von Bauernhöfen in Familienbesitz mit vergleichsweise geringem Einkommen geleistet werden, während Farm-Betriebe, die sich der Vorteile von Skalen- und Verbundeffekten erfreuen, nur ein Viertel der benötigten Nahrungsmittel liefern. Als führender Datenlieferant für Smart Farming zielt Scicrop darauf ab, die Ausbeute, Produktivität und Kostenoptimierung von kleinen und mittelgroßen Bauern zu verbessern. AgroAssist ist dabei eine Lösung, um Bodendaten zu managen, Wachstum zu verfolgen, aktuelle Verbraucherpreise abzufragen und überregionale Wettervorhersagen einzuholen. Zusammen mit Sputnik, einer landwirtschaftlich-meteorologischen Beobachtungsstation für Klima- und Bodendaten haben Bauern ein komplett ausgestattetes System zur Entscheidungsunterstützung und optimierten Anbauplanung zur Verfügung.

GEWINNSPIEL CUBE TECHFAIR Am 10.-12. Mai findet in Berlin die CUBE TechFair statt. Was Sie dort erwartet? Unter anderem Steve Wozniak, Robin Wright und Kai Diekmann. Die gesamte Agenda finden sie hier . Und jetzt haben wir ein ganz besonderes Schmankerl für Sie: ein VIP Paket mit freiem Eintritt, An- und Abreise und 2 Übernachtungen in Berlin. Sie wollen dabei sein? Hier geht's zum Gewinnspiel!

Innovation gegen Lebensmittelverschwendung

Aber andererseits werden noch zu viele gute Nahrungsmittel vernichtet, weil hohe Qualitätsstandards Warenhäuser und Restaurants binden. In Europa wäre nach Schätzungen gut die Hälfte der vernichteten Nahrungsmittel durchaus noch genießbar. Das Startup Sirplus hat deshalb in Berlin den ersten Lebensmittelladen für ausgemusterte Nahrungsmittel eröffnet. Zusammen mit der Lebensmittelindustrie und Handelsorganisationen hat Sirplus dabei auch einen Online-Shop mit Lieferservice noch am gleichen Tag eingerichtet, über den Lebensmittel verkauft werden, die ansonsten verschwendet worden wären.

Autonomes Fliegen in Krisengebieten

Oder denken wir an Regionen, in denen die Bewohner unter geologischen Katastrophen wie Dürre, Überflutung und Erdbeben oder aber vom Menschen gemachte Tragödien wie Krieg und Verfolgung leiden. Um in diesen teils schwer zugänglichen Gegenden schnell und zuverlässig Hilfe leisten zu können, hat Windhorse Aerospace ein unbemanntes Fluggerät entwickelt, das mit Nahrungsmitteln befüllt in die Unglückszone gebracht werden kann, um dann unabhängig ins vorgesehene Zielgebiet zu fliegen und im vorbestimmten Landebereich niederzugehen. Und mehr noch: die Außenhülle des Fluggeräts kann als Schutz genutzt, der Rahmen verbrannt werden, um das gelieferte Essen gleich zuzubereiten.

Nachhaltiger Wohnraum

Auch sollten wir uns vergegenwärtigen, dass mehr als eine Milliarde Menschen unter unwürdigen Lebensbedingungen wohnen. Im Jahr 2030 könnte dieser Bevölkerungsanteil sogar auf vier Milliarden Menschen anwachsen. Weil mit der konventionellen Bauweise der zunehmende Bedarf und die Anforderungen an den Wohnungsmarkt nicht mehr bedient werden können, arbeitet Tridom an einem anderen Ansatz, indem Stahlbeton-Bauteile durch 3D-Druckverfahren hergestellt werden. So kann Tridom den Arbeitsaufwand und den physischen Verbrauch an Material mit Hilfe von Robotern und automatisierten Konstruktionsverfahren vor Ort dramatisch reduzieren.

GEWINNSPIEL CUBE TECHFAIR Gewinnen Sie ein VIP Paket für die CUBE TechFair am 10.-12. Mai in Berlin. Das Paket beinhaltet freien Eintritt, An- und Abreise und 2 Übernachtungen in Berlin. Sie wollen dabei sein? Hier geht's zum Gewinnspiel!

Erschwingliche Prothesen

Ebenfalls mithilfe von 3D-Druckverfahren erstellt Open Bionics Handprothesen, die sich jeder leisten kann. Diese im 3D-Druck hergestellten künstlichen Hände können sogar elektromyografisch – also durch Nervenimpulse – gesteuert werden, um unterschiedlichste Greifbewegungen zu absolvieren: Öffnen und Schließen der Hand, Daumen hoch und runter, Deuten mit dem Zeigefinger, Kneifen mit zwei Fingern oder Greifen mit drei Fingern. Die kostengünstigen Handprothesen sollen das Leben von Millionen Amputierten ändern, die sich ansonsten keine prothetische Hilfe leisten könnten.

Synergien im Healthcare nutzen

Das fünfte Beispiel beschäftigt sich mit Atomwise, einem Entwickler lernender Systeme zur Entdeckung neuer Moleküle und ihrer Eigenschaften. Das Produkt AtomNet ist bereits im operativen Einsatz bei einer Reihe von Forschungsgruppen und Partnern, so zum Beispiel beim Pharma-Riesen Merck und dem IT-Giganten IBM. Und die Ergebnisse sind bestechend: aus einer Menge von mehreren Tausend bereits freigegebener Medikamente identifizierte Atomwise zum Beispiel einen Kandidaten, der bisher nicht für den antiviralen Einsatz angewendet wurde, mit dem jedoch die Ansteckungsgefahr durch das Ebola-Virus über mehrere Erregerstämme aus verschiedenen Epidemien blockiert werden konnte. Darüber hinaus durchsuchte Atomwise 8,2 Millionen Moleküle, um einen Protein-zu-Protein-Inhibitor zur Behandlung von Multipler Sklerose zu identifizieren, der sowohl die Blut-Hirn-Schranke überwindet, als auch oral verabreicht werden kann und sich bei Tieren bereits als hochwirksam erwiesen hat.

Dies sind fünf Beispiele aus den mehr als 250 vielversprechenden Startup-Präsentationen, die man auf der CUBE Tech Fair nächsten Monat erleben kann. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat ebenso ihr Kommen zugesagt, wie Apple-Mitbegründer Steve “Woz” Wozniak, der zugleich auch in der Jury für die letzte Runde in unserem mit einer Million Euro dotierten CUBE Challenge für das nächste große Ding in der digitalen Wirtschaft sitzen wird.

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