CeBIT: Kommerzielle Drohnen

Mit Drohnen Geld verdienen

| Autor: Margit Kuther

CeBIT 2017: eines der Schwerpunktthemen der Messe waren unbemannte Systeme zu Lande und zu Wasser
CeBIT 2017: eines der Schwerpunktthemen der Messe waren unbemannte Systeme zu Lande und zu Wasser (Bild: CeBIT)

Kommerzielle Drohnen sind auf dem Vormarsch – als fliegender Lotse, Lieferant, Vermesser, Farmer, Security, Tauch-, Selfie- und Bienendrohne. So zeigten auf der CeBit 2017 etwa Intel, Amazon, IBM Watson und Microsoft ihre Drohnenprojekte. Lesen Sie, welche.

Die ersten Drohnen oder Unmanned Aerial Vehicle (UAV) wurden vom Militär eingesetzt, eroberten 2016 als Fun-Objekte den Consumermarkt und zeigen nun ihre schier unbegrenzten Möglichkeiten im kommerziellen Sektor.

Verschiedenste Unternehmen springen auf den Multicopter-Zug auf und präsentierten auf der CeBIT 2017 ihre Produkte. Wir stellen ihnen eine Auswahl vor:

AIST: Bienendrohne bestäubt mit Roßhaar

Bienendrohne: Der 4 cm große Quadrocopter trägt an der Unterseite einen Besatz von Pferdehaar, an dem Pollen hängen bleiben.
Bienendrohne: Der 4 cm große Quadrocopter trägt an der Unterseite einen Besatz von Pferdehaar, an dem Pollen hängen bleiben. (Bild: Eijiro Miyako/AIST)

Für rund 80% der weltweiten Nahrungsproduktion sind Honigbienen entscheidend, schätzt das United Nations Environment Programme. Hilfe kommt in Gestalt eines speziellen Minicopters.

Der Wissenschaftler Eijiro Miyako vom japanischen National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) hat gemeinsam mit seinem Team eine Drohne entwickelt, die genau wie eine Biene Pflanzen bestäuben kann. Der 4 cm große Quadrocopter wiegt gerade einmal 15 g und trägt an der Unterseite einen Besatz von Pferdehaar, das mit einem ionischen Gel bestrichen ist.

Wenn das Gerät eine Blüte anfliegt, bleiben die Pollen aufgrund der elektrostatischen Aufladung daran kleben. Auf der anderen Seite ist die Haftung aber so schwach, dass die Pollen beim Kontakt mit einer anderen Blüte abgestreift werden können.

In einem Aufsatz in der Fachzeitschrift Chem schreiben die Forscher, dass sich auf dieser Basis eventuell ein selbsttätiger künstlicher Bestäuber entwickeln ließe, der die weltweit bedrohlich zurückgehenden Bienenbestände unterstützen könnte. Rund 57 % der weltweit wichtigen Nutzpflanzen sind auf solche Bestäuber angewiesen.

Bis die Minicopter diese Aufgabe übernehmen können, ist es aber noch ein langer Weg. Derzeit werden die Drohnen noch manuell gesteuert. Miyako und sein Team arbeiten zwar an einem autonomen Modell, doch die Integration von GPS und einer hochauflösenden Kamera sowie die Entwicklung einer angepassten künstlichen Intelligenz brauchen noch Zeit.

Dieser Beitrag ist zuerst bei unserem Partnerportal ELEKTRONIKPRAXIS erschienen.

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