IoT-Projekt Zephyr

Linux Foundation plant IoT-Betriebssystem ohne Linux

| Autor: Christoph Seyerlein

Zephyr, das Echtzeit-Betriebssystem für das Internet der Dinge von Linux, ist modular aufgebaut und bietet verschiedene Einsatzzwecke.
Zephyr, das Echtzeit-Betriebssystem für das Internet der Dinge von Linux, ist modular aufgebaut und bietet verschiedene Einsatzzwecke. (Screenshot: Youtube/Zephyr)

Die Linux Foundation kündigt ein Echtzeit-Betriebssystem namens Zephyr für das Internet der Dinge an. Das Open-Source-Projekt soll ein bisheriges Linux-Problem lösen.

Linux will Geräten des Internet of Things das Echtzeit-Betriebssystem Zephyr zur Verfügung stellen. Wie die Linux Foundation mitteilte, ist das Open-Source-Projekt modular konzipiert und soll dadurch für verschiedene Einsatzzwecke nutzbar sein. Echtzeitfähig wird das System durch einen eigenen Kernel.

Smart-Home-Geräte mit wenig Speicher wie Glühlampen oder Thermostate benötigen Echtzeit, waren bislang aber nicht in der Lage, ein Linux-Kernel einzusetzen. Der „Zephyr Kernel“, eine Kombination aus Nano- und Microkernel, soll unter Geräten laufen, die zwischen 8 und 512 KByte Arbeitsspeicher haben und damit Echtzeit garantieren.

Die Kernel haben eine Reihe von Subsystemen, beispielsweise mehrere Gerätetreiber und Netzwerksoftware. Nano- und Mikrokernel können gemeinsam, aber auch einzeln eingesetzt werden. Ersterer benötigt lediglich zwei Kilobyte Speicher und ist damit etwa für LED-Wearables geeignet. Der Mikrokernel hat mit einem Speicher-Bedarf von 50 bis 900 Kilobyte deutlich mehr Funktionen wie WLAN oder Bluetooth.

Zephyr steht unter der Version 2.0 der Apache License. Diese ist bei Firmen beliebt, die die Quellen der GPL-Software ihrer Produkte – inklusive aller vorgenommenen Änderungen – nicht veröffentlichen wollen. Zu den Unterstützern des Collabortive-Project zählen Intel, NXP Semiconductors und Synopsys.

Zum Start unterstützt der Zephyr-Kernel ARC-, ARM-v7- und x86-Prozessoren: etwa unter System-Emulator Qemu oder auf dem MinnowBoard MAX, dem Arduino 101 Board, der Arduino Due Board oder der NXP Freedom Development Platform. Im lokalen Netz läuft Zephyr unter anderem auf IPv4, IPv6, Bluetooth 4.0 und 6LoWPAN (IEEE 802.15.4).

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