Co-Bots

Der Aufstieg künstlicher Intelligenz in Unternehmen

| Autor: Dr. Torsten Oelke

Marktstudien dokumentieren den Aufstieg von Artificial Intelligence in Unternehmen: Laut Forrester Research sollen die Investitionen in KI dieses Jahr um 300% gegenüber 2016 ansteigen.
Marktstudien dokumentieren den Aufstieg von Artificial Intelligence in Unternehmen: Laut Forrester Research sollen die Investitionen in KI dieses Jahr um 300% gegenüber 2016 ansteigen. (Bild: www.cube-global.com/iStock)

Wodurch wird ein Roboter zum „Robert“? Sollte es einfach nur die Fähigkeit sein, spezielle Aufgaben besser auszuführen als wir Menschen, dann könnte man auch einen herkömmlichen Staubsauger als Roboter bezeichnen. Klingt seltsam, aber genau so sind die meisten der heute üblichen Roboter konstruiert. Doch für echte Smartness bedarf es einiges mehr.

Roboter sind in der Regel so ausgestattet, dass sie eine bestimmte Aufgabe besonders gut erledigen. Sie können beispielsweise einen Motorblock halten, während die Mechaniker am Fließband die Schrauben festziehen; oder eine Leiterplatte für ein elektrisches Gerät mit Elektronikbauteilen bestücken. Selbst die lustigen menschenähnlich gestalteten Roboterkerle, die einem im Warenhaus oder Heimwerkermarkt den Weg durch die Gänge weisen, sind nicht mehr als genau das: sie erledigen einen definierten Job – in diesem Fall unterstützt durch Spracherkennung. Sie geben lediglich vor, ein bisschen smart zu sein; aber sobald man versucht, sie in ein Gespräch zu verwickeln, muss man feststellen, dass sie doch nur dumme kleine Blechbüchsen sind.

Smarte Maschinen lernen Lernen

Die überwältigende Mehrheit der Roboter, die heute in den Fabrikhallen arbeiten oder im Haushalt helfen, sind mehr oder weniger stupide Maschinen. Dumpfheit aber ist nicht gerade das, was wir mit unseren Investitionen in die digitale Transformation, wie sie sich derzeit in praktisch jeder Branche ereignen, erzielen wollen. Allerdings: je smarter diese Maschinen werden, je besser sie sich einer sich permanent verändernden Umgebung anpassen, je mehr Daten sie verdauen und analysieren können, desto mehr wandeln sie sich in lernende Maschinen, die sich selbst für die nächsten anstehenden Aufgaben optimieren. Sie sind in der Lage, auf Gesten und Sprachbefehle zu reagieren, während ihre Sensoren ihnen dabei helfen, nicht im Weg zu sein. Und darum geht es bei Anwendungen der künstlichen Intelligenz (KI).

Kollege Roboter – ein Meilenstein der künstlichen Intelligenz

Um mit KI ausgestattete Roboter von ihren dummen Brüdern zu unterscheiden, hat sich der Begriff Co-Bot etabliert – eine Kombination aus den Worten Kollege und Roboter, beziehungsweise als Abkürzung für Collaborating Robots. Sie sind das Beste, was die Technologie derzeit zu bieten hat: Nach Einschätzung von Marktbeobachtern sind lediglich fünf Prozent der rund 290.000 Roboter, die pro Jahr verkauft werden, solche Learning Machines. Ihre Vorteile liegen in der größeren Flexibilität. Während man konventionelle Roboter jedes Mal neu programmieren muss, wenn sie einen neuen Fertigungsprozess übernehmen sollen, können sich Co-Bots weitgehend selbst auf die neue Situation einstellen. Co-Bots mit künstlicher Intelligenz sind ein Meilenstein auf dem Weg zur Lean Production, also dem Wechsel von der Massenfertigung zur Herstellung individueller Waren.

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