Titelstory Cebit 2017

Im Zeichen der Transformation

| Autor: Sylvia Lösel

Japan ist das diesjährige Partnerland der Cebit.
Japan ist das diesjährige Partnerland der Cebit. (Bild: Deutsche Messe)

Es brummt und summt auf dem Messegelände in Hannover: autonome Busse und Drohnen mischen sich unter das Messepublikum. Das IoT, die Digitalisierung, Smart Home und Smart Cities sind Themen, die auch den Channel bewegen.

EMIEW3 heißt die Zukunft Japans. EMIEW3 ist nämlich ein kleiner, 90 Zentimeter großer Kerl, der Besucher am Flughafen Haneda in Tokio begrüßt. Der Clou an diesem humanoiden Roboter: er hat ein „externes Gehirn in der Cloud“, das Stimmen und Bilder verarbeitet und auf diesen Input reagiert. Während EMIEW3 den Gästen zuwinkt, schrubben fünf seiner Artgenossen den Boden oder transportieren Gepäck. Japan ist Vorreiter beim Einsatz der digitalen Gesellen – auch, weil die Regierung mit ihrem Programm Society 5.0 auf eben diese setzt. Sie sollen die Gesellschaft smart machen. Man darf also gespannt sein, mit welchen Highlights das diesjährige Partnerland der Cebit die Besucher in Hannover überrascht.

Und so fortschrittlich Japan auch ist, dort trifft die Digitalisierung auf ähnliche Probleme wie hierzulande Industrie 4.0, IoT und sämtliche Themen rund um Künstliche Intelligenz. In Japan hat man sich deshalb das „Durchbrechen der fünf Mauern“ auf die Fahne geschrieben, die fünf Hindernisse, die einer erfolgreichen Society 5.0 im Weg stehen. Dazu gehören: die Öffentliche Verwaltung, das Rechtssystem, Wissenslücken bei der Digitalisierung, der Fachkräftemangel und die Akzeptanz in der Bevölkerung.

Ergänzendes zum Thema
 
Partnerland Japan

Die clevere Stadt

Einen Bauplan für die „Smart City 3.0“ hat ZTE im Messegepäck. Der Hersteller präsentiert ein Modellprojekt zur Entwicklung eines Smart-City-Konzepts. Dieses wird auf den Cebit Global Conferences am 21. März um 14.45 in Halle 8, Sakura Stage präsentiert.

In Deutschland gibt es mit Berlin, Hamburg und München bereits einige prominente Beispiele für Städte, die Smart-­City-Programme aufgelegt haben.

Grundsätzlich geht es bei den meisten Konzepten um die intelligente Steuerung städtischer Systeme, etwa Verkehrsplanung, Versorgung oder Logistik. Für Dirk Heuser vom Urban Software Institute (Halle 7, Stand A14) liegt hier eine große Chance für Städte und Gemeinden: „Aktuell leben bereits 85 Prozent der Bevölkerung in Großstädten. Es ist daher an der Zeit, vorhandene Datenquellen wie Verkehrsleitzentralen, Melderegister, Umweltsensoren oder die Energieversorgung anzuzapfen und Informationen sinnvoll aufzubereiten.“ Auch die Versorgung mit Energie und Wasser weltweit ist eine wachsende Herausforderung.

Capgemini (Halle 7, Stand A44) etwa entwickelt in Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Siemens, Microsoft oder SAP Lösungen für den effizienten Einsatz von Strom, beispielsweise mithilfe von Management-Plattformen oder Cloud-basierten Systemen zur dynamischen Verteilung.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44588415 / Industrie 4.0 und IIC)