Home Appliances

Die IFA 2017 - Bühne für ein smartes Leben

| Redakteur: Jürgen Schreier

Smartfrog: eine WLAN-Überwachungskamera, die alles sieht und trotzdem simpel zu bedienen ist
Smartfrog: eine WLAN-Überwachungskamera, die alles sieht und trotzdem simpel zu bedienen ist (Bild: Felix Mueller Photography)

Smart Home ist ein zentrales Thema der IFA 2017 in Berlin. Die Superschau für Consumer Electronics und Home Appliances will mit einem "House of Smart Living" und dem Innovation Hub IFA NEXT über die Vorteile eines digitalen Lifestyle informieren. Weiteres Highlight ist der Zukunftskongress IFA+ Summit mit Vordenkern aus aller Welt.

Fest steht: So faszinierend das smarte Heim von der technische Seite auch ist, so fehlt dem Geschäft mit Kühlschränken, die automatisch bestellen, oder der Videoüberwachung der eignen vier Wände per Smartphone - zumindest hierzulande - ein bisschen der Pepp. Dabei ist der Deutsche dem ganzen keineswegs abgeneigt, wie das Marktforschungsinstitut Splendid Research herausgefunden hat. Die Studie deckt auf, welche Smart-Home-Anwendungen die Deutschen nutzen, woran sie Interesse zeigen und welche Vorbehalte ein Abschöpfen des auf mehrere Milliarden Euro veranschlagten Kaufpotenzials verhindern.

Wachstum der Smart-Home-Nutzerquote hat sich verlangsamt

Bemerkenswert: Bereits 36 Prozent der Deutschen nutzen Smart Home-Anwendungen, 40 Prozent sind an solchen Lösungen interessiert, Nur jeder Vierte lehnt eine Nutzung derartiger Systeme aktuell ab. Die bisherigen Zugpferde der Branche - Anwendungen der Kategorien Energiemanagement sowie Entertainment und Kommunikation - werden laut Splendid Research auch 2017 ihre Spitzenplätze behalten. Fast 60 Prozent der aktuellen Smart-Home-Nutzer besitzen Anwendungen aus diesen Bereichen. Angesichts der wachsenden Zahl von Einbruchsdelikten dürfte auch der Bereich der Wohn- und Gebäudesicherheit in diese Regionen vorstoßen, denn gerade die Gruppe der Nicht-Nutzer zeigt sich hieran interessiert.

Obwohl die Nutzerquote smarter Techniken für das Heim innerhalb der letzten beiden Jahre weiter stieg, hat sich deren Wachstum zuletzt verlangsamt. Dennoch, so die Studie, berge der Smart-Home-Markt weiterhin ein enormes Potenzial. Dessen Hebung aber werde durch eine unübersichtliche Marktsituation sowie ernste Vorbehalte der Verbraucher gehemmt.

Simplify your digital life!

So kennt beispielsweise ein Drittel der Deutschen keinen Smart Home-Anbieter. Die Mehrheit aktuellen Smart-Home-Nutzer konnte nicht zwischen den Herstellern selbst und deren spezifischen Smart Home-Produkten unterscheiden. Und: 55 Prozent der Nutzer gar nicht bewusst, dass sie eine Smart Home-Anwendung nutzen. Obendrein n sorgt sich mehr als die Hälfte der Nutzer um die eigene Privatsphäre, ein Drittel fürchtet Hacker-Attacken. Auch der Einbau sowie der Einsatz der Smart Home-Lösungen bereitet den Nutzern oft Verdruss.

Obwohl diese Verbrauchergruppe "eigentlich" überdurchschnittlich technikaffin ist, gab ein Drittel der Befragten an, der Einbau der Anwendungen habe sie überfordert. Für die Marktforscher von Splendid Research steht folglich fest, dass die Branche zukünftig größere Anstrengungen unternehmen muss, um Sorgen und Befürchtungen abzubauen sowie die Installation und Bedienung zu vereinfachen.

iHaus: das komplette Heim mit nur einer App bedienen

In der Branche scheinen solche Überlegungen inzwischen auf fruchtbaren Boden zu fallen. So sollen im Rahmen der IFA, der weltweite führende Messe für Consumer Electronics und Home Appliances die vom 1. bis 6. September im Berliner ExpoCenter City ihre Pforten öffnet, das Thema Smart Home bzw. Smart Living durch diverse Sonderschauen, innovative Smart-Home-Konzepte und -Produkte kräftig angeschoben werden.

Mit einer zentrale Steuereinheit für das komplette Smart Home kommt iHaus nach Berlin. Die App des Smart-Home-Pioniers aus dem bayerischen Unterföhring verbindet hersteller- und systemübergreifend alle Geräte im vernetzten Zuhause und will so endlich Licht in den "Smart-Home-Dschungel" bringen. Schließlich tummeln sich nicht nur zahlreiche Hersteller smarter "Endgeräte" am Markt. Auch Fülle an Standards und Systemen sorgt für geringe Transparenz. Nicht nur für den Nutzer werde es immer schwieriger, sich einen Überblick zu verschaffen, selbst unter Experten werde gestritten, ob der oder jener Standard überhaupt nötig ist sei.

Deshalb hat iHaus eine All-In-One-Lösung für die Steuerung der wichtigen Funktionen im intelligenten Zuhause entwickelt, mit der sich IoT- und KNX-Geräte hersteller- und systemübergreifend einzeln oder gemeinsam in einer einzigen App steuern lassen, jederzeit und von überall. Bei Bedarf sogar mit Amazon Echo und Alexa Skill per Sprachbefehl. Mehr darüber erfährt man auf der IFA tun - und zwar an den Ständen von iHaus-Partner Home Connect sowie Bosch & Siemens Hausgeräte.

Smart-Home-Demonstrator der Elektroverbände lädt zum Testen ein

Auch die Elektroverbände VDE, ZVEH und ZVEI möchten die Möglichkeiten eines intelligenten Zuhauses den Besuchern der IFA 2017 mit einem Gemeinschaftsauftritt (IFA NEXT, Halle 26 A, Stand 224/225) näher bringen. Unter dem Motto „Fit für die digitale Welt“ steht der Stand ganz im Zeichen der Themen Smart Living. Zugleich soll er dem potenziellen Nachwuchs einen Job in der Elektro-Branche schmackhaft machen.

Das 100 Quadratmeter große „House of Smart Living“ zeigt die Vorzüge intelligent vernetzter Smart-Home-Technik. Lösungen von über 50 Herstellern können per Tablet-PC, Smartphone, Smartwatch oder mit Sprachbefehlen gesteuert werden. Wie unterschiedliche technische Systeme zusammenspielen, wird anhand eines Smart-Home-Demonstrators erläutert, an dem sich diverse Szenarien im vernetzten Gebäude simulieren lassen. Industrie 4.0 lässt grüßen! Da darf natürlich auch die Virtual-Reality-Brille nicht fehlen, mit der ihr smartes Zuhause zumindest in der virtuellen Welt erleben können.

Zu Gast am Stand von VDE, ZVEH und ZVEI ist während der gesamten IFA 2017 die Wirtschaftsinitiative Smart Living. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, Deutschland zum Leitmarkt für Smart-Home-Anwendungen zu entwickeln und wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie von der Geschäftsstelle Smart Living betreut.

IFA NEXT - Treffpunkt für Entrepreneure und Forscher

Als neue Bühne für Innovationen präsentiert sich die IFA NEXT. Diese bringt, wie es heißt, zusammen, was zusammengehört: das globale Know-how für die Zukunft von Technik, Business und Lifestyle. Mit dem neu konzipierten Treffpunkt für Entrepreneure und Forscher soll sich die Halle 26 (wo auch der Verbändestand zuhause ist) in einen einzigartigen "Innovation-Hub" verwandeln.

Im Rahmen des IFA NEXT "fügen" sich in Halle 26 die IFA Keynotes, der IFA+Summit sowie ein eigener Ausstellungsbereich namens IFA NEXT Showcase zusammen. Begleitend zu diesem Ausstellungsbereich wird es die IFA NEXT Startup Days geben, mit einer internationalen Startup-Ausstellung und der Präsentationsbühne IFA NEXT Engine. Dirk Koslowski, IFA-Projektleiter schwärmt: „Die Inspiration von Pioniergeist und Innovation wird noch stärker in den Fokus der Besucher und Medien gerückt, um neueste Trends, Ideen und Themen zu bündeln und kreativ weiterzuentwickeln.“

Die IFA NEXT im Überblick

  • IFA NEXT Showcase: Forschungseinrichtungen, Labore, Universitäten und Verbände stellen inspirierende Ideen für innovative Produkte und Lösungen vor. Mehr als 160 Startups aus 20 Ländern – und damit mehr als je zuvor, ergänzen diesen Ausstellungsbereich. Bestätigte Aussteller sind unter anderem: Amazon Alexa, Mozaiq, ABB, Bosch, Busch-Jäger, VEH E-Haus, VDE, ZVEI, Conrad Connect, digitalSTROM und IBM zum Thema Smart Living; Ubtech, AMY Robotics, Qihan Sanbot, China Electronics Makeblock und Abilix zu neuesten Robotic-Trends und Deutsche TV-Plattform, Vayyar, Homido VR, VR Orbit und 3D Panospace mit dem Fokus auf Virtual Reality, Augmented Reality & 3D.
  • IFA NEXT Startup Days: Sechs Startup-Thementage mit Panel-Diskussionen und Pitches bilden den inhaltlichen Part. Offizieller Partner und Organisator ist der Bundesverband Deutsche Startups e.V., der zusätzlich 20 junge Gründer je Thementag im IFA NEXT Innovation Engine pitchen und präsentieren lässt.
  • Die Startup-Fokusthemen 2017: IoT/Wearables/F&A, Smart Home, Virtual Reality, Digital Health, Accelerator Day, Future Mobility/Use of time.
  • IFA NEXT Engine: Hierbei handelt es sich um ein ergänzendes Programm der Startups in Form von Vorträgen, Panel-Diskussionen und Präsentationen im Zentrum der Halle 26 zu Themen wie: Artificial Intelligence, Connectivity & IoT, VR und Robotics.

IFA+ Summit: PLUG-INspiration

Der IFA+ Summit bietet eine Plattform für Trendsetter und Visionäre, um sich innerhalb der vier Cluster Intelligence, Interaction, Society und Experiences über zukunftsweisende Themen, wie künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge, Virtual und Augmented Reality oder Smart Home auszutauschen. „Der IFA+ Summit diskutiert interdisziplinär, wie wir in den nächsten zehn Jahren arbeiten, leben und kommunizieren“, betont IFA Executive Director Jens Heithecker.

Folgende Speaker werden unter anderen beim IFA+ Summit 2017 referieren:

- Amber Case (#Interaction), Cyborg-Anthropologin, Harvard University und MIT, "Cyborganize!",

- Raj Talluri (#Interaction), Senior Vice President von Qualcomm, "Outlook on IoT",

- Fabrice Rousseau (#Intelligence), General Manager Europe, Alexa Skills and Voice Service von Amazon, "Integrating technology into our lives",

- Erica Warp (#Intelligence), Neurowissenschaftlerin und VP Produkt EMOTIV, „Neuroengineering – mind-blowing opportunities“,

- Carl Miller (#Society), Forschungsdirektor beim UK-Think-Tank Demos, „The e-volution of democray“

- Thomas Wallner (#Experiences), DEEP Inc., Filmemacher, „All around 360° in motion pictures“,

- Kate Johnson (#Society), Editor Consumer Lifestyle bei Stylus, "The superpowered self".

IFA Executive Director Jens Heithecker: „Die Speaker zeigen, wie international, interdisziplinär und vielfältig der IFA+ Summit ist. All das macht den IFA+ Summit zu einer idealen Ergänzung zur IFA und der zentralen Bühne für unser neues Format IFA NEXT.“

Die Teilnehmer des IFA+ Summit sind exklusiv zur Abendveranstaltung "All you can meet goes IFA" am 4. September eingeladen - ein wertvolles Networking-Event in Berlin.

Weitere Infos zur IFA NEXT

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